Peugeot 3008
Neuland für den Löwen
Der erste Kontakt mit dem 3008, dem ersten Crossover aus dem Hause Peugeot, war schon speziell. Dunkelheit herrschte am Parkplatz.
Der erste Kontakt mit dem 3008, dem ersten Crossover aus dem Hause Peugeot, war schon speziell. Dunkelheit herrschte am Parkplatz. Nachdem ich die Zündung betätigt hatte, leuchteten die zahlreichen Armaturen, der Bildschirm des Navigationsgeräts klappte auf, das Head-up-Display, auf dem wichtige Fahrdaten in das Blickfeld des Fahrers projiziert werden (390 Euro extra), wurde ausgefahren. Wow, dachte ich: So muss sich Captain Kirk gefühlt haben, als er das erste Mal auf dem Kommandosessel der Enterprise saß.
Nun, ferne Galaxien wurden mit dem markanten Fahrzeug mit dem Löwen auf dem Kühler nicht besucht, doch die zwei Wochen, die uns der Peugeot 3008 1.6 THP in der Premium-Edition zur Verfügung stand, waren schon so etwas wie der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Das lag vor allem an dem gelungen Gesamtkonzept des Crossover, der nach Peugeot-Eigenwerbung "die besten Eigenschaften von SUV, Van und Limousine" kombiniert. Die erhöhte Sitzposition, das durchgehende, 1,6 Quadratmeter große Panorama-Glasdach und das ansprechende Design machten jede Fahrt zum Erlebnis.
Dazu trug auch der laufruhige und anzugsstarke 156-PS-Motor bei, der in allen Lebenslagen ein verlässlicher Partner war. Ob ein Fahrzeug, das zu 99,5 Prozent auf (hoffentlich bald wieder schlaglochfreien) Asphaltpisten bewegt wird, tatsächlich Grip-Control für eine bessere Traktion und einen dynamischen Wankausgleich an der Hinterachse braucht, darf bezweifelt werden. Erstklassig sind auf jeden Fall die geteilte Heckklappe, deren tieferer Teil mit zu 200 Kilogramm belastbar ist, sowie der in drei Ebenen fixierbare Ladeboden. Leichte Abzüge gibt es lediglich für die Wahl der Materialen im Innenraum. Dort herrscht mehr Schein als Sein.
Meine beiden Töchter wollten den Löwen jedenfalls am liebsten behalten. "Papa, warum hast Du den Testwagen nicht für einen Monat gehabt?", lautete die Frage, als wir das erste Mal wieder mit dem "schnöden" Privat-Pkw in Richtung Kindergarten und Schule unterwegs waren.
