Honda Insight
Primus für Umwelt und Sparsamkeit
Auch wenn Honda in der öffentlichen Wahrnehmung beim Thema Hybridautos immer ein wenig im Schatten des japanischen Konkurrenten Toyota gestanden hat, so sind die Japaner beim Thema Hybrid ganz weit vorn.
Auch wenn Honda in der öffentlichen Wahrnehmung beim Thema Hybridautos immer ein wenig im Schatten des japanischen Konkurrenten Toyota gestanden hat, so wurde auch hier die Entwicklung eines Hybridautos seit langer Zeit intensiv vorangetrieben. Hondas Insight sah - genauso wie der Prius - in der ersten Generation noch ziemlich unförmig aus und hatte auch sonst mit den bereits von Toyota bekannten Anfängerkrankheiten zu kämpfen: leistungsschwacher Motor, kleiner Kofferraum, hoher Anschaffungspreis. Heute, nach 20-jähriger Forschung und Entwicklung, hat auch Honda ein alltagstaugliches Hybridauto zu bieten. Wir haben den Insight zwei Wochen lang auf seine Alltagstauglichkeit getestet.
Autos mit hohem Anspruch bezüglich der Sparsamkeit müssen sich einer strömungstechnisch optimierten Karosserie bedienen. Das ist auch der Grund, warum der Insight von seiner Silhouette her dem Toyota Prius so ähnlich ist. Anders als sein prominenter Konkurrent basiert der Insight jedoch auf einem anderen Hybridkonzept (IMA). So gilt der Insight auch als "milder Hybrid" und der Prius als Vollhybrid. Beim Insight dient ein Elektromotor mit bescheidener Leistung von 14 PS der Unterstützung des 1,3-Liter-Vierzylinders. Beim Toyota sorgt ein 1,8-Liter-Verbrennungsmotor für 99 PS, der Elektromotor bringt zusätzlich 82 PS. Honda propagiert weniger den gelegentlich alleinigen E-Vortrieb als vielmehr die Tatsache, dass der Elektromotor den Verbrennungsmotor beim Anfahren und in Beschleunigungsphasen unterstützen soll.
Das setzt der Insight in der Realität auch um, ohne dabei allerdings vor Temperament zu strotzen. Schon früh wird uns klar, dass dieses Auto wirklich vor allem ein Angebot für überzeugte Umweltschützer ist. Im speziellen Eco-Modus garantiert der Insight wirklich niedrigen Spritverbrauch und entsprechend kleine Emissionswerte. Das Sparprogramm ist über eine grüne Taste zu aktivieren. Der Eco Assist organisiert dann das intelligente Zusammenspiel der einzelnen Elemente des IMA-Systems, dessen Basis zuerst Verbrennungsmotor und CVT-Getriebe sind. Dazwischen fungiert der Elektromotor als Generator. Damit sind alle Voraussetzungen für einen minimalen Spritverbrauch erfüllt. Auch bei unseren Testfahrten offenbarte sich der Insight als wahrer Sparmeister.
Bei der Fahrdynamik mussten wir jedoch deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Allein schon die Betrachtung des Drehmomentverlaufs macht deutlich, dass bei einem Maximum von 121 Newtonmetern bei erst 4500 Touren kein Ausbund an Temperament zu erwarten ist. Speziell bei Beschleunigungen bei Überlandfahrten zeigt sich das 1,3-Liter-Aggregat ziemlich spröde.
Fazit: Es gibt inzwischen viele Autofahrer, die Sparsamkeit und Umweltfreundlichkeit deutlich höher als den Fahrspaß positionieren. Diese dürften als Kunden für den Insight prädestiniert sein. Denn die Umwelt-Disziplinen beherrscht dieses Auto perfekt. Dass das Grundmodell schon für einen Preis knapp unter der 20 000-Euro-Marke zu haben ist, ist ein weiteres Argument für den Insight.
