Suzuki Kizashi

Kizashi - Der Aufstieg von Suzuki

Kleinwagen und kompakte Allradautos waren schon immer das Metier des japanische Automobilanbieters Suzuki. Klein, kompakt und wendig: Das sind beispielsweise die Kleinen wie Alto, Splash, Swift, SX4 und Jimny. Der Grand Vitara war immer das einzige Auto, das sich von seinen kleinen Geschwistern deutlich unterschieden hat. Doch jetzt kommt der Kizashi - und der sprengt alles, was man bisher so von Suzuki kennt. Nie zuvor, hat ein Suzuki die HAN-Redaktion so sehr überzeugt, wie dieses Auto.
Suzuki Kizashi

Das Karosseriedesign des Suzuki Kizashi hat einen sehr hohen Aufmerksamkeitsfaktor.

Harburg. Mit dem neuen Kizashi wagt sich der japanische Kleinwagen- und Allradspezialist erstmals in die Mittelklasse und das hat seine spezielle Vorgeschichte. Eigentlich war die klassische Stufenheck-Limousine nicht für den europäischen Markt gedacht.

Dieses Auto sollte ursprünglich ausschließlich in den USA, Japan und Russland verkauft werden. Mit der Entscheidung ein größeres Modell anbieten, ist Suzuki aber dem Wunsch vieler seiner Kunden nachgekommen. "Wir fühlen uns mehr als verpflichtet, diesen Ansprüchen gerecht zu werden und haben uns daher entschieden, unsere Produktpalette nach oben zu erweitern", begründet Suzuki-Präsident Hiroshi Tsuda den Verkaufsstart in der Mittelklasse.

Auch wenn heute der Serien-Kizashi nur noch in den Design-Gründzügen mit der im März 2008 auf der New York Motors Show enthüllten Studie "Concept Kizashi III" zu tun hat, fährt er in einer auffällig schönen Karosserie vor. Erstaunt reagierten Passanten bei unsren Testfahrten darauf, dass es sich bei diesem Auto um einen Suzuki handelte. Anerkennung wegen des schönen Karosseriedesigns war die durchgehende Reaktion.

Auf dem deutschen Markt gibt es den Kizashi ausschließlich in der Ausstattung "Sport", die mit 18 Zoll Leichtmetallfelgen und verchromter, ovalen Doppelauspuffanlage dick aufträgt. Wer mit diesem Auto erst einmal gefahren hat, lernt das aber sehr schnell zu schätzen. Denn der Kizashi ist viel mehr als eine familientaugliche Limousine. Das Auto macht richtig Spaß beim Fahren.

Der 2,4-Liter Vierzylindermotor mit variabler Ventilsteuerung leistet 178 PS und bietet damit die Grundlage für überzeugende Fahrleistungen. Die Beschleunigungswerte sind aller Ehren wert und zu keinem Zeitpunkt nervt der Motor durch angestrengte Lautstärke. Ganz im Gegenteil: Sehr leichtfüßig und elastisch überträgt das Aggregat seine Potenz auf die Räder. Dabei arbeitet das serienmäßige manuelle Sechsganggetriebe ausgesprochen präzise und leitet die Kraft auf die Vorderräder.

Das zurzeit zukunftsweisendes Downsizing bei der Motorentechnologie ist bei Suzuki noch nicht eingekehrt und so muss der Kizashi-Fahrer mit einem nicht ganz zeitgemäßem Spritverbrauch leben - eines der ganz wenigen Mankos beim Kizashi

Der 215 km/h schnelle Kizashi soll laut Herstellerangaben mit einem Verbrauch von 7,8 Liter auf 100 km auskommen. Der Testverbrauch unseres Autos lag genau einen Liter höher, ohne dass wir den Motor über einen längeren Zeitraum besonders gequält hätten.

Mit einem Kampfpreis von 26 900 Euro steht der Suzuki Kizashi Sport in der Preisliste - angesichts des Fahrspaßes mit diesem Auto ein äußerst attraktives Angebot.

Infobox

Technik

Motor: Vierzylinder-Reihen-Ottomotor, Hubraum 2393 ccm, 131 kW/178 PS bei 6500/min, max. Drehmoment 230 Nm bei 4000/min, Euro-5-Norm, CO2-Emission 183 g/km Fahrleistungen: Höchstgeschwindigkeit 215 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h in 7,8 Sek. Verbrauch: Super, Stadt 10,6 l, außerstädtisch 6,3 l, Mix 7,9 l (Herstellerangaben), Test 8,8 l Abmessungen: Länge 4,75 m, Breite 1,82 m, Leergewicht 1495 kg, Zuladung 505 kg, Kofferraum 461 l, Tank 63 l Grundpreis: 26 900 Euro