Neuer Friedhof: Ehrengrab für Elke und Hans Fitze
Die Urnen werden von Kirchsteinbek nach Harburg überführt
Ernst Brennecke
Harburg. Gutes Ende einer für Hamburg peinlichen Angelegenheit: Das Ehepaar Hans und Elke Fitze erhält auf dem Neuen Friedhof in Harburg ein Ehrengrab. Damit ist die drohende anonyme Bestattung des Künstlerpaares vermieden worden.
Die Aktion hatte erst am Montag begonnen, als Harburger Theaterfreunde über den Tod von Elke Ahlf, der Witwe des langjährigen Harburger Theater-Chefs Hans Fitze, aufgeschreckt wurden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die verdiente Schauspielerin und Regisseurin nicht im Familiengrab der Ahlfs auf dem Friedhof Kirchsteinbek beerdigt werden sollte, sondern anonym. Hans Fitze, der für seine Verdienste um die Hamburger Theaterszene zum Professor ernannt worden war, sollte exhumiert und ebenfalls anonym vergraben werden.
Einige Theaterfreunde setzten sich sofort mit Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg, der Friedhofsverwaltung Kirchsteinbek, der Kulturbehörde, dem Kirchsteinbeker Bestattungsunternehmen und der Rechtsbetreuerin von Elke Ahlf in Verbindung. Ergebnis: Alle zeigten sich hocherfreut und zufrieden über den Plan, dem Künstlerehepaar in Harburg eine würdige und endgültige Ruhestätte zukommen zu lassen. Propst Jürgen Bollmann ebnete den Weg zu dem Ehrengrab auf dem Neuen Friedhof. Der Harburger Bestatter Franz Peter Jungehülsing, Inhaber der Firma Albers Bestattungen, wird die beiden Urnen und die Grabplatte nach Harburg überführen. Gerald Boekhoff von der Abteilung Stadtgrün des Bezirksamts hat gerade den Überführungs- und Exhumierungsantrag gestellt. Einer feierlichen Neu-Bestattung innerhalb der nächsten vier Wochen steht damit nichts mehr im Weg.
Fitze und seine Frau haben mehrere Jahrzehnte am Harburger Küchgarten gewohnt. Im selben Haus befand sich auch die Zentrale des Harburger Theaters. Am 100. Geburtstag Fitzes wurde ein Teil des Küchgartens in Hans-Fitze-Straße umbenannt. Fitze (1903-1998) war 1945 von der englischen Besatzungsmacht als Leiter der "Städtischen Bühnen Hamburg-Harburg" eingesetzt worden. Ab 1948 führte Fitze sie als Privattheater weiter. 1954 übernahm er zusätzlich das Altonaer Theater. Im Laufe der Jahre entwickelten sich eigene Abonnementsreihen in Wandsbek und Berne. Zeitweise hatten Fitze und sein Ensemble mehr als 10 000 Abonnenten. Außerdem war das Theater mit der Stadtteilbespielung beauftragt worden. 1994, als er auf Druck der Kulturbehörde seine Intendanz niederlegte, war Fitze mit 49 Dienstjahren der dienstälteste Intendant der Welt. Er ist nur noch von Wolfgang Wagner (57 Jahre) überholt worden.
Harburg. Gutes Ende einer für Hamburg peinlichen Angelegenheit: Das Ehepaar Hans und Elke Fitze erhält auf dem Neuen Friedhof in Harburg ein Ehrengrab. Damit ist die drohende anonyme Bestattung des Künstlerpaares vermieden worden.
Die Aktion hatte erst am Montag begonnen, als Harburger Theaterfreunde über den Tod von Elke Ahlf, der Witwe des langjährigen Harburger Theater-Chefs Hans Fitze, aufgeschreckt wurden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die verdiente Schauspielerin und Regisseurin nicht im Familiengrab der Ahlfs auf dem Friedhof Kirchsteinbek beerdigt werden sollte, sondern anonym. Hans Fitze, der für seine Verdienste um die Hamburger Theaterszene zum Professor ernannt worden war, sollte exhumiert und ebenfalls anonym vergraben werden.
Einige Theaterfreunde setzten sich sofort mit Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg, der Friedhofsverwaltung Kirchsteinbek, der Kulturbehörde, dem Kirchsteinbeker Bestattungsunternehmen und der Rechtsbetreuerin von Elke Ahlf in Verbindung. Ergebnis: Alle zeigten sich hocherfreut und zufrieden über den Plan, dem Künstlerehepaar in Harburg eine würdige und endgültige Ruhestätte zukommen zu lassen. Propst Jürgen Bollmann ebnete den Weg zu dem Ehrengrab auf dem Neuen Friedhof. Der Harburger Bestatter Franz Peter Jungehülsing, Inhaber der Firma Albers Bestattungen, wird die beiden Urnen und die Grabplatte nach Harburg überführen. Gerald Boekhoff von der Abteilung Stadtgrün des Bezirksamts hat gerade den Überführungs- und Exhumierungsantrag gestellt. Einer feierlichen Neu-Bestattung innerhalb der nächsten vier Wochen steht damit nichts mehr im Weg.
Fitze und seine Frau haben mehrere Jahrzehnte am Harburger Küchgarten gewohnt. Im selben Haus befand sich auch die Zentrale des Harburger Theaters. Am 100. Geburtstag Fitzes wurde ein Teil des Küchgartens in Hans-Fitze-Straße umbenannt. Fitze (1903-1998) war 1945 von der englischen Besatzungsmacht als Leiter der "Städtischen Bühnen Hamburg-Harburg" eingesetzt worden. Ab 1948 führte Fitze sie als Privattheater weiter. 1954 übernahm er zusätzlich das Altonaer Theater. Im Laufe der Jahre entwickelten sich eigene Abonnementsreihen in Wandsbek und Berne. Zeitweise hatten Fitze und sein Ensemble mehr als 10 000 Abonnenten. Außerdem war das Theater mit der Stadtteilbespielung beauftragt worden. 1994, als er auf Druck der Kulturbehörde seine Intendanz niederlegte, war Fitze mit 49 Dienstjahren der dienstälteste Intendant der Welt. Er ist nur noch von Wolfgang Wagner (57 Jahre) überholt worden.
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