Rosengarten hat die Playoffs sicher
Handball Knappes 31:30 im Heimspiel gegen Magdeburg - Gibt es bald einen neuen Bau für die "Luchse"?
Von Stefan Flomm
Nenndorf/Buchholz.Jetzt ist es amtlich: Den Zweitliga-Handballerinnen der SGH Rosengarten ist die Teilnahme an den Playoff-Spielen zur Bundesliga nicht mehr zu nehmen. Mit dem knappen 31:30-Heimsieg über den HSC 2000 Magdeburg holten die Nenndorferinnen den 15. Sieg im 16. Spiel und somit auch den einen Punkt, der die letzten Zweifel an der Relegation beseitigte.
Unterdessen wird im Umfeld der Nenndorferinnen weiter fleißig daran gearbeitet, dass sich der Traum von der Bundesliga eines Tages tatsächlich erfüllen könnte. Anlässlich eines Sponsorenabends in den Räumen der Sparkasse Harburg-Buxtehude in der Buchholzer Poststraße verriet SGHR-Macherin Ilona Heinzelmann, dass für die neue Serie ein Ausrüstervertrag mit dem Sportartikel-Riesen Puma in trockenen Tüchern ist. Auch auf ihrem Weg, sich als Top-Team der Nordheide über die Grenzen Rosengartens zu präsentieren (die HAN berichteten), sind die Verantwortlichen weiter gekommen. So sind die "Luchse" guter Dinge, in Buchholz einen neuen Bau zu finden.
Unter dem Motto "Das Beste für die Besten" hatte Ilona Heinzelmann den früheren Fifa-Schiedsrichter und jetzigen Fußball-Fernsehexperten Urs Meier nach Buchholz eingeladen. Der Schweizer hatte seinen Vortrag "Zwischen den Fronten - Entscheidungen unter Druck" am Abend zuvor schon im Bostelbeker hit-Technopark gehalten. Eloquent, mit viel Witz und einer gehörigen Portion Selbstironie hatte der 51-Jährige die Zuhörer schnell in seinen Bann gezogen.
Den Kontakt zum Referee hatte der Vorsitzende des Fußball-Kreises Harburg, Manfred Marquardt, geknüpft, der seit Jahren mit dem Ehepaar Ilona und Hannes Heinzelmann befreundet ist. Als Gastgeber hatte Matthias Weiß (Direktor Vertriebsmanagement) die Gäste im Namen des Vorstands der Sparkasse Harburg-Buxtehude in den Räumen an der Poststraße begrüßt.
Meier erzählte in seinem einstündigen Vortrag von den 250 bis 300 Entscheidungen, die ein Fußball-Schiri bei einer Netto-Spielzeit von 52 Minuten pro Partie fällen muss. Er gab auch zu, "ein halbes Jahr lang Handballer gewesen zu sein". Dann aber habe er festgestellt, dass "das nichts für mich ist". Gemünzt auf die Erfolge der Nenndorferinnen, sagte Meier: "Ich hoffe, dass ich bald auch in der Schweiz über euch lesen kann."
Nach dem Vortrag am Freitag ging es für die SGHR-Verantwortlichen am Sonnabend weiter nach Jesteburg. Bei der Firma Kuhn+Witte wurde der neue Mannschaftsbus für die Luchse in Empfang genommen. Geschäftsleiterin Kerstin Witte hatte sich beim Meier-Vortrag bestens amüsiert.
Am Abend stand dann das Punktspiel gegen den HSC 2000 Magdeburg auf dem Programm. "Das war eine ganz enge Kiste", analysierte Trainer Martin Hug das knappe 31:30 (13:14). Gut zwei Minuten vor Schluss hieß es 30:29 für Magdeburg, doch Natascha Kotenko und die ganz stark auftrumpfende Svenja Rix sorgten für den Sieg der "Luchse". Für Martin Hug zeugt der Sieg auch von der "Qualität im Kopf der Spielerinnen, dass sie solche Parten noch umdrehen können".
• Tore für die SGHR:Sandra Heinzelmann (7/4), Natascha Kotenko (7), Svenja Rix (6), Marike Müller (5), Melanie Schliecker (4) und Elena Nendza (2).
"Ich hoffe, dass ich bald auch in der Schweiz über euch lesen kann."
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