A26-Ausbau
Noch acht Jahre Warten auf die A 26
Neu Wulmstorf/Stade. Schlechte Nachrichten für die von Dauerstau, Lärm und Schwerverkehr geplagten Anwohner der B73: Bis der Verkehr allein auf niedersächsischem Gebiet bis Neu Wulmstorf über die A26 rollen kann, werden nach aktuellem Stand noch mindestens acht Jahre ins Land gehen.
Angesichts der vielen noch bestehenden Unwägbarkeiten sieht die Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, Gisela Schütt, die A26 bis Neu Wulmstorf frühestens 2018, und auch das nur, wenn keine Klagen und Änderungen mehr kommen - was nicht zu erwarten ist.
Nach jahrzehntelanger Vorplanung ist die A26 bisher auf einem elf Kilometer langen ersten Teilstück von Stade bis Horneburg befahrbar. 2015 will die Behörde ein weiteres kleines Teilstück bis Jork/Neukloster freigeben. Danach wird es heikel. Im Abschnitt bis Rübke sind nach Auskunft des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg aktuell noch zehn bis 20 Klageverfahren anhängig. Und für den länderüberschreitenden vierten Abschnitt bis zur A7 bei Moorburg, den beide Länder zeitgleich planen müssen, warte Niedersachsen noch immer auf das Startzeichen aus Hamburg, sagt Schütt.
Erhebliches Konfliktpotenzial bergen auch noch fast alle geplanten A26-Abfahrten. So wird Buxtehude so lange keine Abfahrt haben, bis der Landkreis Stade die aktuell heiß umstrittene Frage der Zuwegung durch die Stadt nicht gelöst hat. Den Autobahnbau soll zumindest dieses Problem nicht verzögern, sagt Schütt. Bis Buxtehude eine vernünftige Zuwegung hat, wird der Verkehr an der Abfahrt Neu Wulmstorf bei Rübke über die B3 neu auf die B73 fließen.
Deren leidgeprüfte Anwohner werden noch viel Geduld aufbringen müssen in den nächsten Jahren. Gleiches gilt für die Anlieger an der B75. Die erwägen jetzt, vor den Kadi zu ziehen, verrät Dr. Manfred Giensch im HAN-Interview auf
