Kletterspaß
Was Klettern im Hochseilgarten bewirken kann
Mitten in der Natur und dennoch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, hat Michael Kreidenberg überwiegend in Eigenleistung einen 450 Meter langen sogenannten Maxi-Parcours für Erwachsene und Jugendliche (je nach Größe von etwa zehn Jahren an) sowie einen Miniparcours für Kinder ab etwa fünf Jahren geschaffen. Der Kinderparcours wurde mit Hilfe einer Ergotherapeutin entwickelt, so dass neben der reinen Freude am Klettern auch das Körperverständnis gefördert werden kann.
Ehestorf . "Beim Klettern und beim Balancieren geht es um Bewegung und Kraft, Anspannung und Entspannung, Koordination und Konzentration sowie Körpergefühl. Genau diese Eigenschaften, Fähigkeiten und Erfahrungen soll die Ergotherapie gezielt fördern. Dies gelingt im Hochseilgarten umso leichter, weil Klettern und Balancieren eine große Faszination auf Jung und Alt ausüben", sagt Ergotherapeutin Antje Ahlborn aus Harburg.
Kreidenberg arbeitet viel mit Jugendgruppen. "Die müssen allerdings einen bestimmten Verhaltenskodex einhalten. Wenn einer meint, hier rumpöbeln zu können, fliegt der raus und kriegt Platzverbot." Respekt und Konzentration auf die Aufgabe sei unabdingbar. Man lerne, Ängste zu überwinden, so Kreidenberg. Und Teamarbeit: "Es kommen auch Firmengruppen oder beispielsweise Lehrer-Kollegien, um durch eine gemeinsame Erfahrung besser zusammenzuwachsen.
Eine Auswahl der spannendsten zur Verfügung stehenden Stationen:
- Flying Fox: Nach Angaben des Betreibers mit 71 Metern und cirka elf Sekunden Flugzeit die längste, in der Luft endende Seilbahn Deutschlands.
-Elektronische Wasserfalle: Unterschiedlich farbige Flächen in acht Metern Höhe. Der Betreiber kann elektronisch festlegen, welche Farben nicht betreten werden dürfen, indem er sie "scharfstellt". Seine Ansage lautet dann zum Beispiel: "Heute nicht auf Blau treten!" Wer dennoch beim Kraxeln die blaue Fläche erwischt, wird geduscht. ■ Seilbahnsturz: Dem besonders Mutigen steht es hier frei, sich aus 13 Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen und von einem Netz auffangen zu lassen. Muss man aber nicht machen . . .
