Vornamen

Nachteile für Sindy und Ricco

Trägt man den falschen, kann das Konsequenzen haben. So werden Menschen mit den Namen Kerstin, Petra, Manuela, Heiko und Kevin als wenig gebildet und unattraktiv eingeschätzt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Uni Chemnitz.

Wer hingegen Katharina, Julia, Maria, Lea, Lucas, Leon oder Alexander heißt, hat Glück - diese Namen lösen positive Assoziationen aus. Schlimmer trifft es noch jene, deren Eltern sich bei der Namenswahl von erfolgreichen fremdsprachigen Liedern oder Filmen inspirieren ließen. Personalchefs wissen, dass die oberen Schichten kurzzeitige Moden scheuen und werden eine Mandy, Sindy oder einen Ricco instinktiv der mediengläubigen, bildungsfernen Bevölkerung zuordnen.

"Mandy Müller ist als Friseurin glaubhaft, als Anwältin oder Designerin dürfte sie es schwerer haben", heißt es in der Studie. Bitter für viele Eltern: Gegen den Namen Kevin hegen sogar schon Lehrer Vorurteile. Wer so heißt, gilt als verhaltensauffällig.

In Schweden dürfen Eltern ihren Kindern auch außergewöhnliche Vornamen wie Budweiser, Loreley, Leonardo da Vinci oder Coca-Cola geben. Die zuständigen Behörden lockerten die Namensrichtlinien. Heute wird an einem Namen wie McDonald’s nichts mehr ausgesetzt.