Buchholz
Wohnen für Jung und Alt
Jung und Alt unter einem Dach: In Buchholz wird diese alternative Wohnform nach dreijähriger Vorbereitungszeit in Kürze Wirklichkeit werden. Der Verein "Wohnprojekt Buchholz - Wohnen für Jung und Alt" hat einen Investor gefunden, der das Projekt schon im nächsten Frühjahr realisieren will.
Buchholz. Nach Auskunft der Buchholzer Stadtverwaltung handelt es sich bei dem Bauträger um die Rotenburger Firma "Solides Bauen". Diese möchte in Buchholz am Heidekamp/Ecke Hermannstraße zwölf bis 14 barrierefreie Wohnungen bauen. Sie sollen zwischen 50 bis gut 90 Quadratmeter groß werden, sodass dort nach der Fertigstellung sowohl Singles als auch alleinerziehende Mütter und Väter sowie Paare mit und ohne Kinder einziehen können.
Den Unterschied zum üblichen Mehrfamilienhaus werden erst die Gemeinschaftsanlagen, die bei diesem Projekt geschaffen werden, ausmachen: Im Hof der Anlage soll zum Beispiel ein Gebäude für alle entstehen. "Das bietet Platz für gemeinsame Feste und Veranstaltungen", sagt die Verwaltungsangestellte Maren Timm, die das Projekt für die Stadtverwaltung koordiniert. Auch an einen Grillplatz und einen Gemüsegarten sei gedacht.
Die Bemühungen, in der Nordheidestadt alternative Wohnformen umzusetzen, begannen 2007 bei einem Familientag der Stadt, nachdem es zahlreiche diesbezügliche Anfragen gegeben hatte. Interesse bekundeten in der Folgezeit nicht nur ältere Menschen, sondern vor allem auch junge Alleinerziehende. Beide versprechen sich vom Gemeinschaftsprojekt Bereicherungen und Entlastungen im Alltag.
Ein eigens gegründeter Verein nahm sich schließlich der Umsetzung der altersübergreifenden Wohnform an. Den Mitgliedern ist es jetzt gelungen, einen Investoren zu finden, der ihre in den vergangenen Monaten gemeinsam entwickelten Ideen in die Tat umsetzen wird.
Für alle Interessenten an diesem ersten generationsübergreifenden Wohnprojekt, das im Landkreis Harburg verwirklicht wird, war es unerlässlich, sowohl eigene Wohnbereiche als auch Gemeinschaftsflächen beziehungsweise -einrichtungen zu erhalten. "Wir möchten uns gegenseitig helfen und unterstützen, aber auch Rückzugsmöglichkeiten haben", sagt Maren Timm.
