Entwidmung
Wird Schleichweg dicht gemacht?
Kleiner Weg, großer Ärger: Die SPD will die von vielen in Eckel und Klecken als Schleichweg genutzte Verlängerung des Rotdornweges dicht machen. Das stößt auf Widerstand.
Klecken/ Neu Eckel. Es dürfte also heiß hergehen bei der Sitzung des Verkehrsausschusses der Gemeinde Rosengarten und der Ortsräte Klecken und Eckel am Dienstag, 14. September (ab 19 Uhr im Rathaus). Dann nämlich geht es um den Antrag der SPD-Fraktion auf Entwidmung des Eckeler Mühlenwegs in Klecken. Der Eckeler Mühlenweg führt vom Rotdornweg zur Bendestorfer Straße/K12. Derzeit ist die Strecke nur ein Sandweg, teilweise mit Schotter befestigt.
"Der Weg ist zur Rennstrecke verkommen", sagt Ratsmitglied Marlies Bednarek (SPD). Dort sei es schon häufig zu gefährlichen Situationen gekommen, als Fußgänger zur Seite springen mussten. Besonders Familien mit Kindern sowie Hundehalter seien betroffen. "Es kam nicht selten zu gefährlichen Situationen." Auch werde sie immer wieder von Bürgern angesprochen. Es sei sogar schon eine Unterschriftenaktion geplant.
Es sei aber nicht nur die Raserei, welche die Anwohner ärgert. Es handele sich um ein Natur- und Erholungsgebiet. "Der Bereich ist auch durch das Hünengrab und das ,Ole Fürsterhuus’ eine kulturelle Besonderheit für viele Erholung suchende Spaziergänger und Wanderer."
Die Sozialdemokratin ist aber nicht die Einzige, die sich für eine Schließung der Strecke im Interesse der ruhigen Erholung im Wald ausspricht. Schon im März stellte das Forstamt Sellhorn einen entsprechenden Antrag bei der Gemeinde Rosengarten.
Zwar geht es zunächst jeweils nur um die Entwidmung der Strecke, womit der Weg, wenn es denn beschlossen wird, nicht mehr öffentlich unterhalten werden muss. Ob dort dann Betonpoller eine Durchfahrt verhindern, ist zwar noch offen, aber genau darauf zielt der Antrag der SPD ab - also die wahrscheinlichste Variante.
Bei Jürgen Grützmacher, Ortsbürgermeister der Gemeinde Klecken, stößt dieser Vorschlag auf Kritik. Wenn der Weg geschlossen würde, müssten Anlieger Umwege fahren. Und es seien einige, die die Strecke nutzen würden. Das sei über Jahrzehnte eine öffentliche Straße. Wenn das Vorhaben genehmigt werde, sei das bald nur noch ein Stück Wald.
Und das Argument mit der Natur zähle für ihn nicht. "Dort fahren nur ab und zu Autos und somit ist die Störung gering." Zum anderen gebe es dort genug Wald. Wenn der Weg geschlossen werde, gäbe es von Neu Eckel nach Buchholz nur noch eine Strecke, nämlich über den Hainbuchenweg. "Dann wäre die Siedlung praktisch abgeschnitten."
