Stadtfest

Buchholz will weiter Gas geben

Buchholz feiert, Buchholz boomt. Bürgermeister Wilfried Geiger sieht "seine" Nordheidestadt gut aufgestellt. Das Stadtfest habe am vergangenen Wochenende rund 80 000 Menschen angezogen, dass man angesichts eines neuen Besucherrekords gar nicht so viel verändern brauche: "Höchstens etwas Feintuning." Und auch in Sachen Einzelhandel sieht er die heimliche Kreisstadt hervorragend platziert.
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So schön kann das Stadtfest sein: Die Brasilianerinnen Elisabeth Eichenbaum, Michelle Melo und Christina Siwers

Buchholz. Es gäbe viele Investoren, die planen, in der Innenstadt Gebäude zu errichten. Und mit der für Herbst 2012 geplanten Buchholz-Galerie gewinne die Stadt an zusätzlicher Attraktion. "Das ist ein riesiger Sprung nach vorne. Das wird die Innenstadt stark aufwerten", so Geiger im Gespräch mit den HAN. Insbesondere das Angebot an Textilgeschäften würden deutlich zunehmen.

Aber schon jetzt sei die Stadt um einige Attraktivitäten reicher geworden, wie etwa das neue Ärztehaus an der Schützenstraße. Die Seniorenwohnanlage an der Hamburger Straße sei fast fertig, ebenso wie das Gnosa-Gebäude (Wohn- und Geschäftshaus) in der Kirchenstraße. Außerdem gebe es die erst kürzlich eingeweihte Integrierte Gesamtschule, die erste im Landkreis. "Und wir werden alles dafür tun, dass die Attraktionen zunehmen." Mit Blick auf die Zukunft nannte Geiger den City-Center Parkplatz, als mögliche Fläche für größere Projekte. Und für eine entspannte Parkplatzsituation am Bahnhof sorgten außer dem Geschäfts- und Parkhaus Kabenhof auch das im Bau befindliche "Parkhaus-Süd".

Geiger sieht Buchholz als Mittelzentrum mit einem großen Einzugsbereich von Harburg über Buxtehude bis nach Lüneburg. Harburg wiederum mit seinem Phoenix-Center und Karstadt zählt er eher zum Oberzentrum: "Die spielen eine Liga über uns, Lüneburg auch."

Aber auch Buchholz biete viel, vor allem eine gute Infrastruktur. Hier seien besonders die Bereiche Schule, Kultur, Ärzteversorgung und Busverbindungen zu nennen. Es komme schließlich nicht von ungefähr, das Buchholz steigende Zuzugsraten verzeichne. Und mit der wachsenden Bevölkerung erhöhe sich auch die Kaufkraft. Diesbezüglich gehöre Buchholz bundesweit ohnehin zu den Spitzenreitern. Auch könne die Stadt mit einer niedrige Arbeitslosenzahl glänzen. Und was für große Firmen auch nicht zu verachten sei: Die Nordheidestadt liege strategisch besonders günstig.

Zudem sei es gut gewesen, Media Markt und Möbelkraft nach Buchholz zu holen. War das ein Glücksfall für die Stadt? "Ja", so Geiger, "aber Glück kommt nicht ohne Arbeit."

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Ein ruhiges Fest

Nach Angaben der Polizei war es ein ruhiges Stadtfest, gerade im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Es habe keine spektakulären Zwischenfälle gegeben. Das hänge auch mit dem Konzept der Polizei zusammen, eine stärkere Präsenz zu zeigen. Vor allem im Bereich der Empore, an den Bühnen und am Rathaus hätten die Ordnungshüter gestanden. Allerdings habe es viele alkoholbedingte Einsätze für die Sanitäter gegeben - wie so oft bei Stadtfesten. (blu)

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