Zisch

"Sport ist Mord"

Schon bei regionalen Sportveranstaltungen für Jugendliche sieht man oft Sportler, die "getaped" sind, also bei denen die Muskeln von außen durch ein spezielles Klebeband unterstützt werden.

Doch wie häufig und gefährlich können Verletzungen bei Jugendlichen sein, wenn sie sportlich belastet werden?

Oft ist intensives Training, das von ehrgeizigen Kindern, Eltern oder Trainern geführt wird, nicht kindgerecht. "Ihre Belastbarkeit wird überschätzt", so Experten der Orthopädie und Unfallchirurgie. Dass Skelett und Muskeln sich noch im Wachstum befinden, wird dabei oft nicht berücksichtigt. Dabei entsteht ein hohes Verletzungsrisiko für Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke.

Rund ein Viertel aller Sportverletzungen stammt von Ballsportarten wie Fußball, da bei diesen Sportarten die Muskeln beim Training oft sehr einseitig trainiert werden. Die Studie der Klinik für Orthopädie in der Universität Köln zeigt, dass viele junge Sportler Muskelverkürzungen aufweisen.

Außerdem kann das extreme Training zu Durchblutungsstörungen führen, was bei Jugendlichen und Kindern im Wachstum zu bleibenden Schäden im Skelett führen kann. Trotzdem sollte man den Kindern Sport nicht verbieten, sondern darauf achten, dass mit dem Ehrgeiz nicht zu sehr übertrieben wird.