Trelder Berg

In diesem Öko-Würfel steckt Power

Eine würfelförmige, graue Halle am Trelder Berg. Von außen unscheinbar, innen aber Power pur: das Doppel-Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Buchholz. Wenn es in Kürze in Betrieb geht, wird es 15 Prozent des gesamten städtischen Strombedarfs erzeugen.
Trelder Berg

"Wir setzen in Buchholz ein Zeichen für den Klimaschutz", betonen Helge Dannat (links), Michael Wulf (rechts, beide Stadtwerke), Bürgermeister Wilfried Geiger (Zweiter von rechts) und Aufsichtsratsvorsitzender Remo Rauber.

Buchholz/Trelde. "Das ist unser Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz", betont Stadtwerke-Prokurist Helge Dannat. Denn angetrieben werden die zwei Generatoren durch Biogas, das im benachbarten Energiepark Trelder Berg erzeugt wird. Mit 1166 Kilowatt elektrischer Leistung erzeugen sie 17 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem Verbrauch von 5500 Haushalten - also einem Viertel aller Buchholzer Haushalte. Hinzu kommen 1400 Kilowatt thermischer Leistung.

Gestern wurden zwei Schornsteine und eine Kühlanlage auf dem Dach installiert - damit sind die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Ans Netz gehen kann das Kraftwerk allerdings erst, wenn das benachbarte Düngemittelwerk steht - geplant ist dies für Ende August. Betreiber ist ebenfalls der Energiepark Trelder Berg. Die Wärme aus dem Kraftwerk wird dann das Gärsubstrat aus der Biogasanlage zu Düngemittel trocknen. Dabei wird das Volumen und somit die Zahl der Abtransporte reduziert - ein weiterer Beitrag, CO2-Emissionen zu senken. Insgesamt werden durch die Verknüpfung beider Anlagen jährlich 9300 Tonnen CO2 eingespart.

"Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Biomethan rund um die Uhr zur Verfügung steht und damit Strom erzeugt werden kann. Das geht mit den Wind- und Solaranlagen nicht", betont Dannat. In der Kombination aller regenerativen Anlagen decken die Stadtwerke so rund 50 Prozent des Buchholzer Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Dabei ist das Kraftwerk noch auf Zuwachs ausgelegt. Bei Bedarf kann ein dritter Generator angeschlossen werden. "Buchholz zeigt damit einmal mehr Vorbildcharakter", betonte auch Bürgermeister Wilfried Geiger gestern bei der Besichtung der Anlage.