Harburg

"Die Partei" will in die Bezirksversammlung

In Harburg hat sich eine neue politische Organisation gegründet: "Die Partei". Aktuell besteht sie nur aus sechs aktiven Mitgliedern. Aber ihre Ziele sind hoch gesteckt: "Die Fünf-Prozent-Hürde knacken und in die Bürgerschaft einziehen", sagt der neue Bezirksvorsitzende Lars Klee (22).
Lars Klee, Die Partei

Der 22-jährige Student Lars Klee hat in Harburg den Bezirksverband von "Die Partei" gegründet.

Harburg. Für Harburg wünscht er sich mindestens einen Abgeordneten in der Bezirksversammlung. Ein ehrgeiziges Ziel, betrachtet man die jüngsten Wahlergebnisse: 2008 hatte "Die Partei", die es damals schon außerhalb Harburgs gab, ganze 0,4 Prozent der Stimmen erreicht.

Ist also das Vorhaben, die "extreme Mitte" in den Parlamenten zu besetzen, nichts weiter als Polit-Klamauk? Immerhin ist "Die Partei" ein Ableger des Satiremagazins "Titanic". "Die Satire bezieht sich auf die Programme der etablierten Parteien. Die nehmen wir als Steilvorlagen auf", erklärt Klee. Seiner Ansicht nach könnten die Menschen heutzutage nichts mehr mit Politik anfangen. Deswegen würde "Die Partei" auf ein anderes Produkt als Ernsthaftigkeit zurückgreifen. Klee: "Die Leute sollen Spaß und Freude an der Politikarbeit haben." Es sei notwendig, neue, frische Ideen und junge Menschen, die etwas verändern wollen, in die Politik zu holen.

Die einzelnen Buchstaben des Parteinamens stehen für "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und Initiative für Basisdemokratie". Damit seien auch die programmatischen Inhalte beschrieben, erläutert Klee. "Die Partei" sei demokratisch, sozial engagiert, wirtschaftsfördernd, dem Umwelt- und Naturschutz verpflichtet und vor allem bürgernah. Und das alles auf der Grundlage der bundesdeutschen Verfassung . . .

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