"Die Partie"

"Frische Ideen in die Politik bringen"

Menschlich, friedlich und sozial gerecht auf der Basis des Grundgesetzes - so soll die Politik der neuen Harburger Partei mit dem Namen "Die Partei" aussehen. Wie berichtet, will der neu gegründete Bezirksverband Harburg auch auf kommunaler Ebene entsprechende Inhalte durchsetzen.

Harburg. Der Bezirksvorsitzende von "Die Partie", Lars Klee, stellte sich im im HAN-Interview den Fragen von Redakteur Claudius Ossig.

 

HAN: In der Auseinandersetzung mit den politischen Gegnern verwendet "Die Partei" gern das Mittel der Satire. Ist sie nur eine Spaß-Partei?

Lars Klee: Keineswegs. Allerdings können die Menschen heutzutage mit Politik nicht mehr viel anfangen. Bei den Politikern der etablierten Parteien kommt doch nicht viel anderes als Schmarren heraus, wenn sie sich um Ernsthaftigkeit bemühen. Bei uns sollen die Leute Spaß an der Parteiarbeit haben. Es ist notwendig, neue frische Ideen in die Politik zu bringen und junge Leute, die im Stadtteil Verantwortung übernehmen wollen, in die Politik zu holen.

 

Was sind Merkmale der Partei?

Wir bezeichnen uns als die Partei der "extremen Mitte". Wir sind volksnah, für jeden erreichbar, gehen auch mal mit auf die Straße, wenn Menschen demonstrieren. Ich habe noch nie Angela Merkel oder jemand anderes von den Top-Politikern auf einer Demo gesehen.

 

Warum brauchen wir neue Parteien?

Weil die Wahlbeteiligung von Jahr zu Jahr sinkt. Es gibt Politikverdrossenheit, der Bürger findet für seine Interessen keine Partei mehr. Wir brauchen ein breiteres Spektrum.

 

Welche Fehler machen die alten Parteien?

Sie versprechen etwas, was sie nicht halten können. Die SPD wollte binnen vier Jahren mehrere Millionen weniger Arbeitslose haben - utopisch. Die CDU verspricht das Blaue vom Himmel. Siehe Wohnungsbau: In Hamburg sollten binnen vier Jahren mehr als 2000 neue Wohnungen gebaut werden. Nach zwei Jahren sind es gerade mal 400.

 

Und die kleinen Parteien?

Die FDP hat Steuersenkungen für die Bürger versprochen und damit auch ein überragendes Ergebnis bei der Bundestagswahl erreicht. Herausgekommen ist: Steuersenkungen für die FDP-Klientel "Hotellerie". Bei der Linken geht es weitgehend darum, die Polizei abzubauen. Das kann man doch gar nicht machen, weil sonst der Rechtsstaat gefährdet wäre. Und für die Grünen war im Wahlkampf das Kraftwerk Moorburg, das nicht gebaut werden sollte, der größte Punkt. Jetzt wächst es von Tag zu Tag. Wir werden unsere Wahlversprechen nur so hoch stecken, dass wir sie auch halten können.