Interview
Pionierkaserne: "Der Raumbedarf ist dadurch nicht gedeckt"
Aufgrund der Schulzeitverkürzung in den Gymnasien haben in diesem Sommer zwei Jahrgänge gleichzeitig Abitur gemacht, die nun an die Universität streben. In Niedersachsen steht der Doppeljahrgang 2011 an. Die TU stellt deshalb 100 Plätze mehr für Studienanfänger zur Verfügung, insgesamt 1013. Dies wird unter anderem finanziert aus Mitteln aus dem Hochschulpakt 2020. HAN-Mitarbeiterin Andrea Seliger fragte Garabed Antranikian, den Vizepräsident Lehre, was auf die TU zukommt.
HAN:
Ist die TU gut auf die Doppeljahrgänge vorbereitet?
Garabed Antranikian:
Wir haben eine Reihe von Maßnahmen getroffen. Beispielsweise wurden im Channel Hamburg weitere 500 Quadratmeter angemietet, dort stehen jetzt mehr als 1000 Quadratmeter zur Verfügung.
Für die großen Grundlagenveranstaltungen wurden Mittel für die Einstellung von zusätzlichen Tutoren und Wissenschaftlichen Mitarbeitern bereitgestellt, die ersten Einstellungen sind bereits erfolgt. Außerdem wurde das Studienanfänger-Programm "Start-ING" ausgebaut. Um schnelle Abhilfe bei akuten Raumproblemen zu schaffen, wurde eine telefonische Hotline eingerichtet.
Im Jahr 2012 soll die Pionierkaserne fertig sein - sind dann endlich alle Raumprobleme gelöst?
Der Raumbedarf ist dadurch sicherlich nicht gedeckt. Wir platzen aus allen Nähten. Die TU und der Großteil der Gebäude in seiner jetzigen Form wurde konzipiert für 2800 Studierende. Schon ohne die doppelten Abiturjahrgänge haben wir derzeit mehr als 5000 Studierende, mehr als das Doppelte der ursprünglichen Zielgröße. Maßnahmen zur Erweiterung der TU sind also dringend erforderlich.
Sie haben an der TU das "Project-Based Learning" eingeführt. Worin sehen Sie die Vorteile dieser Methode?
Project-Based Learning wird in Kleingruppen von acht bis 14 Studenten durchgeführt und ist eine interaktive Lehr- und Lernform, bei der die Studenten intensiv mit in den Verlauf einbezogen werden. Die bisherige Resonanz war sehr positiv.
