HVV-Tipps
Älteste Schleuse aus dem Jahr 1398
Stadtbesichtigungen unternimmt man am besten zu Fuß. Ganz besonders aber gilt dies für die Stadt Lauenburg, die im Länderdreieck Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein liegt. Es ist eine der romantischsten Städte des ganzen Nordens und von der Stärke der Aura nur noch mit Friedrichstadt und Tangermünde vergleichbar.
Lauenburg. Backsteingotik wird in Lauenburg ganz groß geschrieben. Ebenso bedeutend sind die vielen Fachwerkbauten. Diese stehen vor allem an der Elbstraße in der Unterstadt. Die meisten von ihnen entstanden vom 16. bis zum 19. Jahrhundert und zeugen von dem damals blühenden Geschäftsleben der Stadt. In der Elbstraße befinden sich auch das Elbschifffahrtsmuseum und das Alte Kaufmannshaus. Das Museum ist allerdings derzeit geschlossen, da das gesamte Gebäude saniert werden muss. Eine Ersatzausstellung ist bis zur Wiedereröffnung in zwei Jahren auf dem Gelände der Hitzler-Werft aufgebaut worden. Bei dem Alten Kaufmannshaus handelt es sich um ein original restauriertes Stadthaus, das 1652 im Stil der Renaissance errichtet worden war.
Lauenburg wirbt nicht nur mit dem besonderen Flair der Innenstadt, sondern auch mit seinen vielen Museen. Da gibt es das Mühlenmuseum in der letzten Holländer-Galerien-Mühle Lauenburgs. Es handelt sich um das am höchsten gelegene Museum der Stadt, vom dem aus man einen herrlichen Blick nicht nur über die Stadt, sondern auch bis nach Mecklenburg und Niedersachsen hinein hat.
Im Findorffhaus gibt es Informationen über die Brüder Findorff. Johann Dietrich war Kammerherr des Herzogs von Mecklenburg und dort Hofmaler, Jürgen Christian legte als königlicher Moorkommissar das Teufelsmoor trocken.
Vom Schloss steht nur noch ein Flügel, immerhin ist aber der zweigeschossige, runde Schlossturm aus dem 15. Jahrhundert zu besichtigen. Der Fürstengarten entstand im 17. Jahrhundert und ist in den vergangenen Jahren restauriert worden. Als Besonderheit befindet sich hier eine Grotte.
Für jeden Technik-Freund ist der Besuch der Palmschleuse ein absolutes Muss. Das ist nämlich eine die älteste Kesselschleusen Europas. Gebaut wurde sie 1398 komplett aus Holz für den Stecknitz-Kanal. Im Mittelalter erhielt sie ihren Namen nach einem Schleusenwärter. 1724 wurde sie erneuert und wurde mit Steinen ausgemauert. Sie wurde bis zum Jahr 1900 benutzt, als der neue Elbe-Lübeck-Kanal eingeweiht wurde.
