Rathausforum
Ahlhaus: Harburg wird Vorbild!
Hamburgs neuer Bürgermeister Christoph Ahlhaus hat sich für seinen ersten offiziellen Harburg-Termin ein wahrlich historisches Ereignis ausgesucht. Beim symbolischen Spatenstich für das neue Rathausforum sagte er gestern: "Für den Bezirk ist das ein Zeitensprung."
Harburg. Wie erwartet nahmen die Hamburger Sparpläne für Ahlhaus einen wichtigen Platz ein: "Gerade in Zeiten knapper Kasse, muss die Verwaltung effizient arbeiten." Das Rathausforum und die damit verbundene Bündelung der Verwaltungsbereiche mit Publikumsverkehr bezeichnete Ahlhaus in diesem Kontext als "ein Aushängeschild für Harburg mit Vorbildfunktion für ganz Hamburg". Es entstehe "eine innovative, sparsame und effiziente Verwaltung". Im Rathausforum werden, so der Bürgermeister weiter "Ökonomie, Ökologie und Funktionalität" vereint. Beim Rathausforum handelt es sich unter anderem um das erste Hamburger Verwaltungsgebäude, in dem mit einer Holzpellets-Heizung für Wärme gesorgt wird.
"Beim Rathausforum weiß der Harburger, der etwas zu erledigen hat: Hier findet sich garantiert der richtige Ansprechpartner", fasste Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg die Vorteile der Neubauten zusammen. Meinberg ging noch weiter und schlug einen historischen Bogen bis zu dem vor rund 120 Jahren im Stil der Neorenaissance erbauten Rathaus: "Es entsteht etwas, dass das Gesichts der Innenstadt verändert. Was hier geschaffen wird, hat die gleiche Bedeutung wie der Bau des Rathauses."
Wie berichtet, war im Zusammenhang mit den aktuellen Sparvorgaben auch eine radikale Zentralisierung der Politik und Verwaltung in Hamburg im Gespräch gewesen. In diesem Punkt gab Ahlhaus bei seinem Antrittsbesuch Entwarnung: Gleich zum Beginn seiner Rede betonte er, dass die Bezirksversammlung, und auch der Posten des Harburger "Bürgermeisters" - in Person von Bezirksamtsleiter Meinberg - erhalten bleiben.
Das neue Rathausforum setzt sich aus drei Gebäude-Komplexen zusammen: dem Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ) sowie dem Sozialen Dienstleistungszentrum (SDZ). Für diese zwei von insgesamt drei Abschnitten sind 24 Millionen Euro veranschlagt. Als letzter Abschnitt soll auf dem Grundstück der ehemaligen Polizeiwache Knoopstraße das Kundenzentrum (KZ) entstehen. "Alle Dienstleistungen rund um die Themen Bauen, Gewerbe, Sondernutzung, Verbraucher- und Umweltschutz, Elterngeld, Kita-Gutscheine, Wohnungsnotfälle, Wohngeld, Seniorenberatung, Eingliederungshilfen und vieles mehr werden im auf fast 7000 Quadratmetern Bürofläche zusammengeführt", fasst Bezirkssprecherin Petra Schulz das Vorhaben zusammen. Die Fertigstellung des WBZ wird im Frühjahr 2012 erfolgen, das SDZ folgt im Sommer 2012. Der gesamte Komplex soll bis 2016 fertiggestellt sein.
