TU Harburg
Rasenmäher mit Kraftstoff der Zukunft
Die fossilen Brennstoffe gehen zur Neige, und durch den Ausstoß von Treibhausgasen wird das globale Klima verändert. Dennoch steigt der Verbrauch von Kraftstoffen immer weiter an. Erdöl ist bisher der meistgenutzte Energieträger.
Harburg. Allerdings ist die Forschung weltweit bestrebt, sich von der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu lösen und erneuerbare Energiequellen zu finden. Noch ist die Herstellung von Bioethanol der zweiten Generation aus Abfallstoffen wie Holz, Stroh, Gras- und Baumschnitt eine technische Herausforderung, an der auch an der TU Harburg Forscher arbeiten. "Der größte Vorteil gegenüber der bislang praktizierten Herstellung von Bioethanol der ersten Generation aus Mais, Zuckerrohr und Weizen ist, dass keine Nahrungs- und Futtermittel zum Einsatz kommen", erklärt Christian Kirsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Thermische Verfahrenstechnik. Wie die technische Produktion des Kraftstoffs Ethanol aus Bioabfällen funktioniert, haben Studenten der TU Harburg im Rahmen ihres preisgekrönten Projekts "Mit Hochdruck zum Stroh-Sprit" am Institut für Thermische Verfahrenstechnik gemeinsam mit Achtklässlern des Heisenberg-Gymnasiums getestet. Nach drei Forschungstagen wurden gestern die Testfahrten mit einem Spezial-Rasenmäher durchgeführt. Die Schüler waren begeistert: "Es ist spannend zu sehen, wie aus einfachem Stroh Treibstoff gewonnen werden kann", sagte der 13-jährige Louis Wähnert, und sein Mitschüler Cevin Coste ergänzt: "Die Testfahrten waren echt cool."
Das TU-Projekt ist beim Wettbewerb "Energie für Ideen" ausgezeichnet worden. Das Studenten-Team erhielt 10 000 Euro für die Umsetzung des Vorhabens, Bioethanol in Zusammenarbeit mit Schülern herzustellen.
