Schlickdeponie

"Mangelhaft und Pfusch"

"Das HPA-Gutachten zur Standortauswahl Moorburgs ist mangelhaft und Pfusch." Das sagt der Harburger GAL-Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin. Als Beleg dafür hat er weitere Mängel in dem Gutachten für die in Moorburg geplante Schlickdeponie aufgelistet.

Moorburg. Nachdem in der Expertise ein Trinkwasserbrunnen vergessen wurde (die HAN berichteten), werde jetzt in der nachgebesserten Version ein Anschluss an eine eingetragene Landschaftsachse im Bereich Umwelt missachtet.

Diese Anschlüsse sollen als Bindeglieder zwischen einzelnen, schützenswerten Naturgebieten dienen.

Das Gutachten sage nichts Genaues über die technische Barriere aus, die das Harburger Grundwasser vor Gifteinträgen schützen soll. Sarrazin: "Ob die Barriere am Standort Moorburg überhaupt funktioniert, ist nicht klar." Ferner könne die Hafenbehörde HPA keine Angaben machen, wie die Nutzung der Baggergutdeponie aussehen soll, wenn sie nach zehn Jahren nicht mehr gebraucht werde. Immerhin verlange das Hafenentwicklungsgesetz eine spätere Nutzung dieser Fläche zu Hafenzwecken. Sarrazin vermutet, dass "HPA einen rechtswidrigen Zustand vorbereitet".