Kohlekraftwerk
Hier wird Geld statt Kohle verbrannt
Verschärfte Umweltauflagen, sinkende Erträge, eine Verzögerung der Fertigstellung um voraussichtlich ein Jahr und noch immer ungeklärte Probleme mit dem Spezial-Stahl: Die Zukunft des Kohlekraftwerks Moorburg steht auf immer wackligeren Beinen. Leiter Burkhard Römhild kommt zu dem Schluss: "Das Kraftwerk wird nicht die wirtschaftlichen Erfolge erzielen, die wir uns einmal vorgenommen haben!"
Harburg. Bereits Ende März hatte der schwedische Energiekonzern durchsickern lassen, man erwäge den Verkauf und die Stilllegung der deutschen Kohlekraftwerke: mit Verweis auf die steigenden Abgaben für den Ausstoß von Kohlendioxid. In die gleiche Kerbe schlug jetzt Toumo Hatakka, Chef von Vattenfall Europe, in einem Interview mit der Deutschen Presseagentur: Ohne eine gesetzliche Grundlage für die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid - das sogenannte CCS-Verfahren - werde der Konzern keine neuen Kohlekraftwerke mehr in Deutschland bauen. Moorburg sei davon aber nicht betroffen.
Als Folge der der Energiewende geht Vattenfall-Chef Hatakka von einer massiven Steigerung der Strompreise aus: Weiterhin sind sich die Forscher uneins über die Ursachen der Risse im neuen T24-Stahl: Aber der Konzern hat Wege gefunden, damit umzugehen:
