Stellwerk

Kommentar: Ein Erfolg für das Stellwerk ist gut für Harburg!

Nur vier Stationen vom Hauptbahnhof! Aus dem Landkreis ist der Weg 20 Minuten kürzer als zum Kiez! Die Veranstalter im Stellwerk gehen offensiv damit um, dass ihr neuer Club in Harburg liegt - und das ist gut so.

Harburg! Das klingt für viele Hamburger Nachtschwärmer immer noch nach kulturellem Niemandsland. Da sollen attraktive Konzerte stattfinden? Ja! Das war auch schon zu Zeiten des Jazzclubs der Fall, aber das haben offenbar zu wenig Menschen mitbekommen.

Die neuen Betreiber scheinen die richtige Kombination für einen erfolgreichen Livemusik-Betrieb mitzubringen: Eine gehörige Portion Begeisterung und Idealismus gehen bei diesem Quartett Hand in Hand mit dem Sinn dafür, dass am Ende des Jahres auch die Kasse stimmen muss. Ihr Plan sieht unter anderem vor, dass sich Konzerte von unbekannteren Künstlern, die wenig Geld in die Kassen spülen, abwechseln mit massentauglichen Partys und Feiern, die die Veranstalter weniger kosten, aber mehr einbringen.

Ein Erfolg wäre nicht nur den Machern zu wünschen, damit sie irgendwann einmal durch die Einnahmen aus dem Stellwerk ihre Mieten bezahlen können. Denn wenn mehr Menschen sich für das Programm im Harburger Bahnhof begeistern, werden wohl auch mehr Nachtschwärmer nach Harburg gelockt: So weit weg sind die Kneipen der Lämmertwiete dann auch nicht mehr.