Elbcampus Harburg
Jetzt wackelt auch noch das EnergieBauZentrum
Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, nimmt kein Blatt vor den Mund: "Wir können nicht verstehen, wenn man unter Hinweis auf formale Erfordernisse das im Elbcampus angesiedelte EnergieBauZentrum europaweit ausschreibt und damit einen seit Jahren bekannt gewordenen und erfolgreichen Standort grundsätzlich in Frage stellt."
Harburg. Sollte das EBZ tatsächlich an einen anderen Standort verlegt werden, wäre das ein weiterer Schlag gegen das millionenschwere Kompetenzzentrum in Harburg, das - wie berichtet - personell abspecken muss, weil aufgrund geänderter Förderprogramme das Bildungsangebot nicht im kalkulierten Maße genutzt wird. Knapp ein Dutzend Stellen fallen weg.
Das EBZ ist nun ein weiterer Punkt, der die Kammerführung beunruhigt, denn das Beratungszentrum (fünf Mitarbeiter) wird nach eigenen Angaben pro Monat von mehr als 450 Menschen aufgesucht. Katzer: "Ich frage mich: Will man hier gegebenenfalls wieder bei Null beginnen, um zu sehen, ob andere eine ähnlich erfolgreiche Aufbauarbeit leisten können? Und die für dieses Thema bekannte und eingeführte Adresse Elbcampus löschen?" Eine fragwürdige Option, wie Katzer meint. Ungeachtet dessen hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt die Tätigkeit des EBZ europaweit ausgeschrieben. Das Zentrum für Energie, Wasser und Umwelt (Zewu) der Handwerkskammer mit Sitz im Elbcampus hat sich erneut beworben. Der Sinn der EU-Ausschreibung wird von der Kammer bezweifelt.
