Kommentar
Die Ausbildung beginnt in der Familie!
Eigentlich ist es doch eine Situation, über die wir uns freuen können: Handwerksbetriebe sind händeringend auf der Suche nach Auszubildenden. Doch immer häufiger können diese freien Stellen nicht besetzt werden. Schnell sind dann Schuldzuweisungen bei der Hand. Jeder ist verantwortlich: die Schule, das Arbeitsamt, die Gesellschaft.
An die eigentlichen Wurzeln dieses Übels denkt aber kaum jemand. Und das sind die Schulabgänger selbst. Und deren Eltern. Der Nachwuchs von heute will Geld verdienen. Er will möglichst weit weg in den Urlaub fliegen. Mit dem iPhone telefonieren, einen dicken Wagen fahren. Dass man dafür in schulische Vorleistung treten muss, verstehen offenbar immer weniger.
In der Pflicht sind aber auch die Eltern, die sich nicht mehr ausreichend um ihren Nachwuchs kümmern. Jeder, der schulpflichtige Kinder hat, kennt die Situation: Auf Elternabenden sind es fast immer die Eltern der schwierigen, der lernschwachen Kinder, die durch Abwesenheit glänzen.
Mütter und Väter dürfen sich nicht nur als Erziehungsberechtigte sehen. Sie sind auch Erziehungsverpflichtete. Sie haben die Aufgabe, ihre Söhne und Töchter auf den richtigen Weg zu bringen. Sie müssen gemeinsam mit ihren Kindern deren Zukunft planen und diese auch aktiv gestalten. Wenn das endlich wieder gelingt, hat unsere Gesellschaft einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan!
