Havarie

Auch das noch: "Gloria D" wird zum Zerstörer

Erst ließ der Skandaldampfer "Gloria D" die vom Bezirk festgesetzte Auslauffrist verstreichen, dann rammte das Schiff gestern beim Versuch, den Harburger Hafen zu verlassen, die Steganlage des Yachtclubs. Dabei wurden mehrere Schiffe, Stege und ein Dalben zum Teil stark beschädigt.
Gloria D.

Das Auslaufmanöver geht gründlich daneben: Mit dem Heck rammt die "Gloria D" die Steganlage im Yachthafen. Mehrere Sportboote, Stege und ein Dalben werden zum Teil stark beschädigt.

Harburg. "Mir schlottern die Knie", sagt Elke Eschner, die die Havarie beobachtet hat. "Ich habe so etwas kommen sehen", sagt Hafenmeister Hermann Friedemann. Deshalb habe er auch bei der Wasserschutzpolizei angefragt, ob die "Gloria D" überhaupt ohne Schlepperunterstützung auslaufen dürfe.

 Das ehemalige Ausflugschiff rostet seit Jahren im Binnenhafen vor sich hin. Die Liegefrist war bereits seit einigen Stunden abgelaufen, als gestern gegen 17.20 Uhr die Maschinen der "Gloria D" hochgefahren und die Leinen losgemacht wurden. Doch das Ablegemanöver misslang gründlich: Nach Zeugenaussagen drehte die 52 Meter lange "Gloria D" von ihrem Liegeplatz vor der "Balance Bay" langsam über Steuerbord bis sie etwa 40 Meter parallel zur Kaikante lag. Beim Versuch, den Hafen Richtung Harburger Schleuse zu verlassen, rammte die "Gloria D" schließlich die Steganlage. Nach der Havarie sprach die Wasserschutzpolizei ein vorläufiges Ausfahrverbot aus. Die "Gloria D" liegt jetzt längsseits des Eimerkettenbaggers "Hansa" auf dem Hirdes-Gelände.

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