Toter aus der Elbe

Die Spur führt nach Wilstorf

Es war für den Angler ein gruseliger Fang. Vor einer Woche hatte ein 32-Jähriger an den Norderelbbrücken Fische gefangen, als sich seine Angel in einem braunen Leinensack verfing. Darin die Leiche eines Mannes, der offensichtlich schon mehrere Wochen im Wasser gelegen hatte.

Hamburg/Wilstorf. Zunächst konnte die Polizei die Identität des Toten nicht feststellen. Anhaltspunkte waren zuerst einmal die Arbeitskleidung des Mannes. Auch die Veröffentlichung eines Fotos in den Zeitungen brachte die Ermittler nicht weiter.

Erst durch ein aufwendiges technisches Verfahren konnten Fingerabdrücke gesichert werden. Und die brachten Klarheit, denn der Mann hatte vor Jahren ein Kleindelikt begangen: Der Tote heißt Ulrich S. und lebte zurückgezogen in Wilstorf. Dass er nicht vermisst wurde, wundert die Polizeisprecherin Sandra Levgrün nicht. "Wir wissen, dass der Mann ein Eigenbrötler war und keinen Kontakt zu seinen Nachbarn hatte."

Welche Hintergründe für den gewaltsamen Tod des 43-Jährigen eine Rolle spielen, ist noch nicht geklärt: "Wir ermitteln in alle Richtungen."