Kommentar

Rathausforum: Wer A sagt, muss auch B sagen

Jeder Harburger, der in den vergangenen Wochen einen Behördengang zu erledigen hatte, wird es gemerkt haben: Das neue Rathausforum ist ein Quantensprung in Sachen Bürgerservice. Bisher mussten sich die Harburger für Bauanträge, Kita-Gutscheine, Gewerbeanmeldungen durchfragen: Einiges war in der Knoopstraße zu erledigen, anderes an der Museumsachse oder am Harburger Ring.

Jetzt gibt es einen hellen zentralen Platz hinter dem Rathaus. Daneben das Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt (WBZ) sowie das Soziale Dienstleistungszentrum (SDZ). Dort jeweils zentrale Empfangstresen, Wartenummern und Monitore, auf denen die Bürger aufgerufen werden, wenn der zuständige Mitarbeiter frei ist.

Nun droht der ganz große Wurf zu scheitern. Für den letzten Bauabschnitt fehlt noch das Geld. Die ersten beiden von drei geplanten neuen Gebäuden erhalten als Nachbarschaft erst einmal eine Baulücke. Wenn das ehemalige Polizeirevier Knoopstraße erst einmal abgerissen ist. Der Stadt muss klar sein: Wer A sagt, muss auch B sagen. Der letzte Bauabschnitt muss rasch sichergestellt werden. Und es wäre schade, wenn die Harburger Politik wieder mit Sondermitteln der Bezirksversammlung für Finanzierungslücken einspringen muss. Denn dieses flexibel einzusetzende Geld kann Harburg noch gut für die Rettung des Neugrabener Freibads gebrauchen.