Bewohner bringen Beete in Schuss
[Kein Titel gesetzt]
Harburg (lh). Wenn am Freitag, 5. September, das Straßenfest zum 80. Errichtungstag des Centrumshauses eine schöne Feier wird, liegt das nicht nur...
Wenn am Freitag, 5. September, das Straßenfest zum 80. Errichtungstag des Centrumshauses eine schöne Feier wird, liegt das nicht nur an dem Gebäude, sondern auch an seinen Bewohnern und Geschäftsinhabern: Die legen sich nämlich ordentlich ins Zeug, um ihr altes Haus zu feiern. Am Sonnabend haben die Geschäftsleute zusammen Hand angelegt, um die Pflanzenbeete in der Straße Am Centrumshaus ordentlich herzurichten.
Sie jäteten Unkraut, lichteten das Unterholz rund um die hohen Bäume und beseitigten die Reste der hölzernen Beeteinfassungen. Nach einigen Stunden war mit vereinten Kräften schon viel geschafft, und eine vom Bezirksamt beauftragte Gartenbaufirma holte das Altholz ab. "Dass unsere Eigeninitiative auf diese Art anerkannt und unterstützt wird, finde ich gut", sagt Carsten Lünzmann. Der Architekt ist, wie die anderen Aufräumer auch, Mitglied der Aktionsgemeinschaft Centrumshaus. Er hat für die schattig liegenden und problematisch zu begrünenden Beete eigene Ideen: "Wenige Stauden und viel Granitsplit oder Kieselsteine könnten hier gut wirken", sinniert er. Das Centrumshaus ist eines von mehreren Bauten, mit denen der Architekt Eugen Schnell (1885 bis 1947) in den späten 20er-Jahren mit seiner Mischung aus Bauhaus und Backstein das Harburger Stadtbild stark beeinflusste. Der Gloria-Palast und das Eckhaus Nöldekestraße/Winsener Straße gehören ebenfalls dazu. Lange Zeit war das Haus im Besitz der Saga, seit kurzem ist es in Privateigentum. Die Vermieter haben die Mieten jedoch noch auf altem Niveau belassen, wohl mit ein Grund für die für Harburger Verhältnisse sehr niedrige Mieterfluktuation in den Geschäften. Zum Straßenfest am 5. September hat sich unter anderem Wirtschaftssenator Axel Gedaschko angesagt. Außerdem gibt es Live-Musik, Kutschfahrten und viele weitere Attraktionen.
