Junge Leute in der Welt der Aquarien und Terrarien
Trendy: Garnelen und Vogelspinnen
Edith LundHausbruch. Ohne sie wäre Norddeutschlands Aquarianer- und Terrarianer-Szene vermutlich nicht so stark, wie sie sich heute darstellt: Für...
Edith Lund
Hausbruch.Ohne sie wäre Norddeutschlands Aquarianer- und Terrarianer-Szene vermutlich nicht so stark, wie sie sich heute darstellt: Für die Freunde von Fischen, Spinnen, Skorpionen und Co. ist die Familie Soltau vom "Landhaus Jägerhof" am Ehestorfer Heuweg in Hausbruch unverzichtbar. Schließlich stellen die Soltaus übrigens selbst Aquarianer schon seit Jahren Räumlichkeiten für den alljährlich wiederkehrenden Norddeutschen Aquarianer Tag (NAT) zur Verfügung.
"Eine tolle Unterstützung", lobt Frauke Behrendt, Sprecherin der Wilhelmsburger Aquarien- und Terrarienfreunde "Wasserfloh", die die Veranstaltung ausrichten. Im Gespräch mit den HAN betonte Frauke Behrendt, dass das "Landhaus Jägerhof" mit dem Aquarianer-Tag inzwischen zur festen Adresse der Freunde von Aquarienfischen und Terrarientieren geworden sei: "Der Standort ist verkehrsgünstig gelegen und daher sehr bekannt. Wir hoffen, dass wir dort im nächsten Jahr auch unseren zehnten Aquarianer Tag begehen können."
Zum neunten Treffen der Aquarianer und Terrarianer waren am Wochenende rund 1000 Besucher aus zahlreichen Hamburger Stadtteilen, den Landkreisen Harburg und Stade sowie Lüneburg-Stadt und -Land gekommen. Die Aussteller hätten sich besonders über den Zustrom junger Leute gefreut, hieß es. "Wir wollen junge Leute für unser faszinierendes Hobby begeistern", betonte Frauke Behrendt. Das sei beiden Gruppen auch gut gelungen.
Als "trendy" bei den Aquarianern hätten sich ganz klar die Süßwassergarnelen erwiesen.
Bei den Terrarianern seien Vogelspinnen besonders umlagert gewesen. Dort war Sven Petersen (23) aus Poppenbüttel einer der Aussteller. Er entdeckte sein Interesse für Terrarien im Alter von 18 Jahren: "Angefangen habe ich mit einem Kaiser-Skorpion, inzwischen habe ich auch noch Vogelspinnen." Seinen Skorpion habe er heute noch, sagte Petersen: "Die können schließlich 15 Jahre alt werden." Der Poppenbütteler züchtet Vogelspinnen mittlerweile sogar. In durchsichtigen kleinen Dosen hatte er winzigen Spinnennachwuchs zur Ausstellung nach Hausbruch mitgebracht.
Private Nachzuchten waren nicht nur bei den Terraria- nern begehrt: Auch die Aqua- rianer präsentierten Nachzuchten, die sie auf einer Fisch- börse verkauften fachkun- dige Beratung inklusive. Wer sich von der Leidenschaft der Aquarianer und Terrarianer anstecken ließ, konnte gleich Zubehör erstehen: Bei einem Flohmarkt wurden Ausrüstungsgegenstände angeboten.
