Was blüht denn da?
Kornblume liebt die Kargheit
Ihrer leuchtenden Farbe dürfte wohl jeder Naturfreund erliegen: Die Kornblume (lat. centaurea cyanus) war früher deutlich häufiger anzutreffen.
Ihrer leuchtenden Farbe dürfte wohl jeder Naturfreund erliegen: Die Kornblume (lat. centaurea cyanus), die derzeit in voller Blüte steht und den Rand manches Getreidefeldes mit einen Hauch von Blau überzieht, war früher deutlich häufiger anzutreffen. Dass sie heute aus vielen Feldern verschwunden ist, ist auf ihre hartnäckige Bekämpfung als "Unkraut" und auf Überdüngung zurückzuführen. Ihren Namen hat sie ihrem Lieblingsstandort vornehmlich am Rande eines Kornfeldes zu verdanken, wie zurzeit an etlichen Stellen unter anderem in der Lüneburger Heide. Wenn sie dort nicht zu finden ist, fühlt sie sich gegebenenfalls auch im Garten wohl. Seit die Kornblume durch konsequente Bekämpfung immer seltener wurde, haben sich Bio-Gärtnereien und naturverbundene Gartenbesitzer ihrer angenommen. Auf diese Weise ist die Blume, die karge und trockene Standorte liebt, inzwischen in manchen Garten eingezogen, der ihr diese Bedingungen bieten kann. Übrigens: Im frühen 19. Jahrhundert besaß die Kornblume einen echten Kultstatus. Sie galt als die Lieblingsblume der 1810 jung verstorbenen Königin Luise und ihres Sohnes, des späteren Kaisers Wilhelm I. Er machte sie dann auch zur "preußischen" beziehungsweise "preußisch blauen" Kornblume.
