Statistik im Landkreis Harburg Raser treten öfter auf die Bremse

Mehr Verkehrsunfälle - aber weniger Tote

Weniger Verkehrstote, dafür aber mehr Verkehrsunfälle - das ist das Ergebnis der gestern in Buchholz vom Leiter Einsatz der Polizeiinspektion...

Von Jan Schubert

Buchholz.Weniger Verkehrstote, dafür aber mehr Verkehrsunfälle - das ist das Ergebnis der gestern in Buchholz vom Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg, Wilfried Reinke, und Polizeihauptkommissar Lothar Reinhard vorgestellten Unfallstatistik für den Landkreis im Jahr 2009.

Insgesamt ist dieser laut Reinke "erfreulich niedrige Stand" bei den Verkehrstoten - als solche gelten die Unfallopfer, die innerhalb von 30 Tagen nach dem Unglück sterben - im Vergleich zum Vorjahr auffällig. Gab es 2008 noch 17 Tote zu beklagen, wurden im abgelaufenen Jahr "nur" sieben Todesopfer verzeichnet. Auch der Verlauf seit dem Jahr 2000 (37 Tote) stimme zuversichtlich.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Einer der häufigsten Unfallursachen sei, so Reinke und Reinhard unisono, offensichtlich wirksam entgegengewirkt worden: überhöhte Geschwindigkeit außerhalb von Ortschaften. "Wir hatten uns zur Aufgabe gemacht, diese Ursache mit Lasermessungen, Radarfallen und Weiterem stärker zu bekämpfen. Das ist personalintensiv, aber effektiver als langwierige Ermittlungen", sagte Wilfried Reinke. Die Hauptursachen für Verkehrsunfälle seien seit dem Jahr 2007 Vorfahrts-, Abstands- und Tempovergehen gewesen, danach erst Alkohol- und Drogenfahrten sowie falsche Abbiegemanöver. Gerade bei der Bekämpfung von Alkohol- und Drogenvergehen hinterdem Steuer habe die Polizei mittlerweile durch Schulungen ein gutes Auge, so Lothar Reinhard. Die restlichen Ursachen seien dagegen schwierig einzudämmen. Einen weiteren Grund für die wenigen Verkehrstoten nannte Wilfried Reinke: "Es war auch Glück mit im Spiel."

Von den Gesamtunfallzahlen her war im vergangenen Jahr beinahe wieder das Niveau von 2007 (mit 6752 Unfällen) erreicht: DaiePI Harburg zählte 6728 Unfälle, ein Jahr zuvor waren es noch weit weniger (6233) gewesen. Bei 14 Prozent der 2009er-Unfälle gab es leicht, schwer oder tödlich verletzte Opfer zu beklagen. "Die tun uns weh", befand Reinke. Bei den sieben Getöteten handelte es sich um drei Motorradfahrer, drei Fahrradfahrer und eine 81 Jahre alte Buchholzer Fußgängerin, die im Februar vergangenen Jahres von einem Transporter überrollt worden war.

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