Was blüht denn da?

Frühlingsbote in Gelb: Das Scharbockskraut

Ihre farbenprächtigen Köpfchen kündigten seit Ende März den Frühling an. Die Pflanze sieht aus wie ein Buschwindröschen in Gelb.
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Das Scharbockskraut gilt als Frühlingsbote.

Ihre farbenprächtigen Köpfchen kündigten seit Ende März den Frühling an. Die Pflanze, um die es in unserer heutigen Ausgabe geht, sieht aus wie ein Buschwindröschen in Gelb, ist genauso zierlich und bildet ähnlich dichte Teppiche. Es handelt sich um die Sternblüten des Scharbockskrauts. Manchmal sieht man beide einträchtig nebeneinander: das allseits bekannte Buschwindröschen und das weniger bekannte Scharbockskraut. Beide zählen zu den Frühlingsboten der Baum- und Gebüschlandschaften. Sie blühen, bevor ihnen die Blätter von Laubbäumen und Sträuchern Licht und Sonne streitig machen. Beide lieben einen feuchten Standort und verschwinden, sobald das Blätterdach über ihnen dicht ist. Dann leben nur noch ihre Wurzeln und (beim Scharbockskraut) Brutknöllchen fort.

Während das Buschwindröschen über feine, fünfgeteilte Blätter verfügt, sind die Blätter des Scharbockskrauts rundlich. Auch die Blüten unterscheiden sich: Beim Buschwindröschen zählen wir sechs breitere weiße Blätter, beim Scharbockskraut acht bis zwölf schmale und lange.

Scharbock ist übrigens ein alter Name für die Krankheit Skorbut, die durch Vitamin-C-Mangel verursacht wird. Da die jungen Blätter des Krauts viel Vitamin C enthalten, wurden sie früher in der Volksmedizin gegen Skorbut eingesetzt.