Ole von Beust ehrt ehrenamtlich Engagierte im Rathaus

Aktiv im Dienst des Volkes

Martina BerlinerAuf der einen Seite prangt das schöne hamburgische Wappen. Auf der anderen umkränzt Lorbeer den Satz "Das Gemeinwohl ist das höchste...
Martina Berliner

Auf der einen Seite prangt das schöne hamburgische Wappen. Auf der anderen umkränzt Lorbeer den Satz "Das Gemeinwohl ist das höchste Gesetz". So sieht die "Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes" in Bronze aus, die Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust gestern im Namen des Senats 55 Bürgern im Bürgermeister-Saal des Hamburger Rathauses für langjährige mindestens ein Viertel Jahrhundert währende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen hat.

Günter Heitmann aus Sinstorf hat sich als passionierter Jäger verdient gemacht. Der (noch) 69-jährige gebürtige Harburger ist Erster Vorsitzender des Präsidialrats des Landesjagdverbands Hamburg. Als Jagdbeirat des Senats kennt er den Bürgermeister persönlich.

Überraschend kam die Einladung für Ursula Richter aus Rönneburg. Die 76-Jährige wurde für ihre Tätigkeit im Vorstand der Awo Harburg und als Helferin in der Awo-Tagesstätte Heimfelder Straße ausgezeichnet. Auch Willi Witte hat sich in der Awo engagiert. Der 77-Jährige ist Gründer des Senioren-Treffpunkts Älterwerden, war Mitglied der Bezirksverwaltung und der Bürgerschaft und ist Vorsitzender der Seniorenorganisation der SPD, "AG 60".

Jürgen Dopke aus Stelle ist ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht Hamburg. Der 59-Jährige hat schon in 500 Fällen geurteilt. Werner Marquart war bis vor Kurzem Vorsitzender der Heimatvereinigung Finkenwerder. 37 Jahre lang führte der heute 80-jährige Sicherheitsingenieur den Verein, der sich der Pflege des Elternhauses des Heimatdichters Johann Kinau alias Gorch Fock und der plattdeutschen Sprache verschrieben hat.

Auch Kurt Wagner widmet sich mit Feuereifer der Finkenwerder Brauchtumspflege. Der 72-Jährige hat 1989 den Kulturkreis gegründet, dessen Vorstand der Maschinenbauingenieur bis heute angehört. Der gebürtige Finkenwerder ist außerdem Gründungsmitglied des Bodemann-Altenheims.

Die Liebe von Helmut Vick und seiner Schwägerin Regina Vick gilt ebenfalls der einstigen Elb-Insel. Helmut Vick (61) war viele Jahre lang der Erste Vorsitzende des Finkwarder Danzkrings. Heute leitet der kaufmännische Angestellte des örtlichen Aluminiumwerks ehrenamtlich ein kleines Heimat-Museum. Regina Vick hat 1981 die Kindergruppe des Finkwarder Danzkrings, die "Lütten Geuten" aus der Taufe gehoben. Die 49-Jährige ist selbst Gründungsmitglied der Trachten- und Volkstanzgruppe, die seit 1976 besteht.

Ihre "Tanzkarriere" begann sie als Fünfjährige bei der "Finkwarder Speeldeel". Deren "Speelboos" ist seit dem Tod ihres Mannes Adolf ("Adi") Christa Albershardt, die seit 1952 zur Finkenwerder Gesangs- und Tanzgruppe gehört. Die Auszeichnung mit der Bronzemedaille ist ein gelungener Auftakt des traditionellen Weihnachts-Konzert am dritten Adventswochenende: Die Finkwarder Speeldeel wird heute ab 17 und morgen um 15 Uhr im Congress Centrum Hamburg (CCH) auftreten.