Drei exemplarische Tier-Schicksale
Wenn der Liebling spurlos verschwindet
Hinrich BlumeKlecken/Eckel/Handeloh. Für einige Familien im Landkreis Harburg dürfte das Weihnachtsfest in diesem Jahr traurig ausfallen. Sie...
Hinrich Blume
Klecken/Eckel/Handeloh. Für einige Familien im Landkreis Harburg dürfte das Weihnachtsfest in diesem Jahr traurig ausfallen. Sie vermissen ihr geliebtes Haustier. Vor allem in Rosengarten verschwinden nach wie vor viele Katzen. Deshalb haben sich erneut einige Betroffene an die Öffentlichkeit gewandt. Exemplarisch für das Verschwinden der Tiere sind die Geschichten von drei Familien aus Rosengarten und Hanstedt.
Gabriele Cruz Hernandez aus Eckel vermutet, dass eine etwa 70-jährige Frau aus der Nachbarschaft für das Verschwinden ihres anderthalbjährigen Katers "Space" verantwortlich ist. Die ältere Dame habe zugegeben, ihren Kater Anfang September eingefangen zu haben. Dann habe sie ihn von einem Buchholzer Tierarzt kastrieren lassen und ins Tierheim Buchholz gebracht. Besonders dreist: Die Rechnung dafür flatterte Gabriele Cruz Hernandez einige Wochen später ins Haus. "Das war ganz ominös", sagt die Tierliebhaberin. Die Nachbarin habe sich belästigt gefühlt, weil "Space" manchmal in ihrem Garten aufgetaucht sei und das Futter ihrer Katze weggefressen habe. "Das nächste Mal bekommen sie ihn nicht wieder", habe sie gesagt. Um Ärger zu vermeiden, ließ die Eckelerin ihren schneeweißen Kater nach 18 Uhr nicht mehr aus dem Haus und bot der Nachbarin an, sofort zu kommen, falls es Probleme mit "Space" gäbe.
Seit Mitte Oktober ist der Kater jedoch verschwunden. Die Nachbarin streite ab, diesmal dafür verantwortlich zu sein, sagt Gabriele Cruz Hernandez, doch diese habe sich wieder eine Tierfalle besorgt. Sie befürchtet, dass ihr Kater irgendwo ausgesetzt und von einem Auto überfahren wurde. Trotzdem hoffen sie und ihre Familie noch: "Wir sind für jeden Hinweis dankbar, der uns unseren lieben ,Space' wiederbringen könnte."
Mehr Chancen, ihr geliebtes Tier lebend wiederzusehen, hat vermutlich Sandra Voß' Familie aus Inzmühlen. Sie vermissen seit Juli ihre Sheltie-Hünding (Mini-Collie) "Fly". Als die Familie in den Urlaub gefahren war, hatten sie "Fly" zu ihren Eltern gegeben. Als diese jedoch am zweiten Ferientag kurz außer Haus waren, lief die kleine Hündin weg. "Sie hat sich wohl auf die Suche nach uns oder meiner Mutter gemacht", vermutet Sandra Voß. "Wir haben überall im Landkreis Zettel verteilt, und ,Fly' ist sogar gesehen worden, in Bendestorf, Ashausen, Holm-Seppensen und Wulfsen." Doch sie lasse sich von niemandem anfassen, sei sehr scheu Fremden gegenüber, weiß Sandra Voß, die trotz allem zuversichtlich ist, ihre kleine Hündin eines Tages wieder in die Arme schließen zu dürfen.
Seit Mitte September vermissen Margret Ziska und Detlef Eitler aus Klecken ihren acht Jahre alten Kater. "Oscar" wurde morgens um halb sechs Uhr aus dem Haus gelassen und kam nicht mehr wie sonst gegen 9 Uhr zum Fressen. Margret Ziska vermutet, dass er von Katzenfängern geschnappt wurde. Denn "Oscar" habe keine Veranlassung wegzulaufen, und er gehe nicht einfach so mit Fremden mit. "Er lässt sich nicht gerne anfassen, kratzt und beißt sofort."
Die Suche nach ihm ist erfolglos geblieben: Auch Anrufe bei Jägern, Entsorgern oder der Straßenmeisterei hätten keine Anhaltspunkte gebracht. Margrit Ziska überlegt, erneut Suchanzeigen aufgeben, hat aber Angst davor. "Es tut weh, wenn jemand anruft und ihn gesehen haben will, und dann ist es doch nicht ,Oscar'. Das ist so ernüchternd."
Klecken/Eckel/Handeloh. Für einige Familien im Landkreis Harburg dürfte das Weihnachtsfest in diesem Jahr traurig ausfallen. Sie vermissen ihr geliebtes Haustier. Vor allem in Rosengarten verschwinden nach wie vor viele Katzen. Deshalb haben sich erneut einige Betroffene an die Öffentlichkeit gewandt. Exemplarisch für das Verschwinden der Tiere sind die Geschichten von drei Familien aus Rosengarten und Hanstedt.
Gabriele Cruz Hernandez aus Eckel vermutet, dass eine etwa 70-jährige Frau aus der Nachbarschaft für das Verschwinden ihres anderthalbjährigen Katers "Space" verantwortlich ist. Die ältere Dame habe zugegeben, ihren Kater Anfang September eingefangen zu haben. Dann habe sie ihn von einem Buchholzer Tierarzt kastrieren lassen und ins Tierheim Buchholz gebracht. Besonders dreist: Die Rechnung dafür flatterte Gabriele Cruz Hernandez einige Wochen später ins Haus. "Das war ganz ominös", sagt die Tierliebhaberin. Die Nachbarin habe sich belästigt gefühlt, weil "Space" manchmal in ihrem Garten aufgetaucht sei und das Futter ihrer Katze weggefressen habe. "Das nächste Mal bekommen sie ihn nicht wieder", habe sie gesagt. Um Ärger zu vermeiden, ließ die Eckelerin ihren schneeweißen Kater nach 18 Uhr nicht mehr aus dem Haus und bot der Nachbarin an, sofort zu kommen, falls es Probleme mit "Space" gäbe.
Seit Mitte Oktober ist der Kater jedoch verschwunden. Die Nachbarin streite ab, diesmal dafür verantwortlich zu sein, sagt Gabriele Cruz Hernandez, doch diese habe sich wieder eine Tierfalle besorgt. Sie befürchtet, dass ihr Kater irgendwo ausgesetzt und von einem Auto überfahren wurde. Trotzdem hoffen sie und ihre Familie noch: "Wir sind für jeden Hinweis dankbar, der uns unseren lieben ,Space' wiederbringen könnte."
Mehr Chancen, ihr geliebtes Tier lebend wiederzusehen, hat vermutlich Sandra Voß' Familie aus Inzmühlen. Sie vermissen seit Juli ihre Sheltie-Hünding (Mini-Collie) "Fly". Als die Familie in den Urlaub gefahren war, hatten sie "Fly" zu ihren Eltern gegeben. Als diese jedoch am zweiten Ferientag kurz außer Haus waren, lief die kleine Hündin weg. "Sie hat sich wohl auf die Suche nach uns oder meiner Mutter gemacht", vermutet Sandra Voß. "Wir haben überall im Landkreis Zettel verteilt, und ,Fly' ist sogar gesehen worden, in Bendestorf, Ashausen, Holm-Seppensen und Wulfsen." Doch sie lasse sich von niemandem anfassen, sei sehr scheu Fremden gegenüber, weiß Sandra Voß, die trotz allem zuversichtlich ist, ihre kleine Hündin eines Tages wieder in die Arme schließen zu dürfen.
Seit Mitte September vermissen Margret Ziska und Detlef Eitler aus Klecken ihren acht Jahre alten Kater. "Oscar" wurde morgens um halb sechs Uhr aus dem Haus gelassen und kam nicht mehr wie sonst gegen 9 Uhr zum Fressen. Margret Ziska vermutet, dass er von Katzenfängern geschnappt wurde. Denn "Oscar" habe keine Veranlassung wegzulaufen, und er gehe nicht einfach so mit Fremden mit. "Er lässt sich nicht gerne anfassen, kratzt und beißt sofort."
Die Suche nach ihm ist erfolglos geblieben: Auch Anrufe bei Jägern, Entsorgern oder der Straßenmeisterei hätten keine Anhaltspunkte gebracht. Margrit Ziska überlegt, erneut Suchanzeigen aufgeben, hat aber Angst davor. "Es tut weh, wenn jemand anruft und ihn gesehen haben will, und dann ist es doch nicht ,Oscar'. Das ist so ernüchternd."
