Buchholz.FM ist der erste Radiosender für Buchholz und Umgebung
Internet-Radio zum Mitmachen
Einen eigenen kleinen Radiosender betreiben - das ist heutzutage doch eine Leichtigkeit, könnte man denken. Wie viel Arbeit, Zeitaufwand und auch...
Von Arne Taegenund Max Matthies
Buchholz. Einen eigenen kleinen Radiosender betreiben - das ist heutzutage doch eine Leichtigkeit, könnte man denken. Wie viel Arbeit, Zeitaufwand und auch finanzielle Mittel dafür jedoch nötig sind, zeigt das Projekt von Dirk Rennekamp aus Buchholz. Unter dem Motto "Von Buchholzern für Buchholzer" ging am Donnerstag, 6. August, mit Buchholz.FM der erste lokale Radiosender für Buchholz und Umgebung an den Start. Der Sender hat es sich zum Ziel gesetzt, lokalen Themen der Region eine Plattform zu bieten. So sind unter anderem Live-Übertragungen von Konzerten, Spielen des TSV Buchholz 08 und anderen lokalen Veranstaltungen im Programm zu hören.
Seit Mai ist der Sender im Testbetrieb und seitdem haben sich rund 30 ehrenamtliche Mitarbeiter gefunden, die für zehn bis fünfzehn Stunden in der Woche das Programm mitgestalten. "Anfangs hatten wir uns die Arbeit etwas leichter vorgestellt und den organisatorischen Aufwand unterschätzt", erzählt Dirk Rennekamp. Doch für einen 24-Stunden-Betrieb, den der Sender anstrebt, und das ehrgeizige Ziel, in zwei Jahren bis zu 1000 Hörer zu erreichen, werden etwa 100 Helfer für die Bereiche Redaktion, Moderation und IT benötigt. "Wir leben im Moment noch ausschließlich von Mund-zu-Mund- Propaganda und haben erst etwa 15 bis 20 feste Hörer", sagt Rennekamp. Das soll sich durch Werbemaßnahmen, wie dem Verteilen von Flyern, aber möglichst schnell ändern, sodass ein fester Hörerstamm erreicht wird.
Das Programm des Senders besteht zu etwa 80 Prozent aus einem abwechslungsreichen Musik-Mix sämtlicher Genres. Ergänzend werden informative Beiträge aus der Umgebung gesendet. "Das Radio ist ein tolles Medium, um Nachrichten besonders schnell zu verbreiten. Wir wollen uns mit seriöser und qualitativ hochwertiger Berichterstattung langfristig als Sender etablieren", erklärt Rennekamp. Die Zielgruppe sei dabei so breit wie möglich gesteckt, da für jede Altersklasse Themen mit im Programm dabei seien.
Das Besondere an Buchholz.FM ist, dass jeder daran mitwirken kann. So können Hörer des Senders spannende Geschichten und Beiträge an die Redaktion schicken, die dann - sofern geeignet - im Programm gesendet werden. Vor allem aber werden noch "feste Mitarbeiter" aus Buchholz und Umgebung gesucht, die ehrenamtlich eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Monat das Programm gestalten.
Zurzeit arbeiten die Moderatoren noch aus dem Keller, doch bald soll es ein zweites Studio in der Buchholzer Innenstadt geben. "Es kann auch von zu Hause gearbeitet werden, Voraussetzung ist nur ein einigermaßen leistungsfähiger Computer mit einem mindestens sechs Megabit schnellen Internetanschluss", erklärt Rennekamp. Die Kosten von etwa 10 000 Euro pro Jahr werden von Rennekamp über seine Firma "Rennekamp Elektronik KG" übernommen. Er hofft, sich mit seinem Sender langfristig als Medium in der Region durchsetzen zu können. "In Buchholz ist immer etwas los, es mangelt nicht an Themen. Eine Eigenschaft hier in der Umgebung ist, dass praktisch jeder jeden kennt. Die Leute werden sicher Spaß haben, sich gegenseitig im Radio zu hören."
- Zu finden und zu hören ist der Sender imInternet unter buchholz.fm. Weitere Infos zum Mitmachen gibt es ebenfalls auf der Internetseite.
Radio ist ein tolles Medium, um Nachrichtenschnell zu verbreiten.«
