Was blüht denn da?

Blutweiderich liebt Feuchtigkeit

Er liebt feuchte Füße: der Blutweiderich. Derzeit steht er in voller Blüte und ist wegen seiner intensiv leuchtenden Ährenblüten von Weitem zu erkennen.
Blumen

Der Blutweiderich liebt feuchte bis nasse, gleichzeitig aber helle Standorte. Deshalb ist er oft an Gräben zu finden. Foto: ewa

Er liebt feuchte Füße: der Blutweiderich. Derzeit steht er in voller Blüte und ist wegen seiner intensiv leuchtenden dunkelrosa bis fast violetten Ährenblüten schon von Weitem zu erkennen. Am besten gedeiht er an Uferböschungen und Gräben. Der Blutweiderich ist nicht nur wegen seiner ausdauernden Blüte (von Juni bis September) unübersehbar, sondern auch wegen seiner stattlichen Größe: Er kann bis zu anderthalb Meter hoch werden.

Den genannten Faktoren ist es zu verdanken, dass diese ausgesprochen schöne Wildblume inzwischen auch in zahlreichen Gärten zu Hause ist. Denn seit geraumer Zeit wird der Blutweiderich gezüchtet und als Staude in Gartencentern angeboten. Voraussetzung für ein üppiges Gedeihen ist allerdings auch im Garten ein feuchter Standort, zum Beispiel am Rande eines Feuchtbiotops oder Gartenteichs. Dort fühlt sich der Blutweiderich dann genauso wohl wie in "freier Wildbahn". Hier wie dort lockt diese Blume in großer Zahl Insekten an. Sie gilt als wichtiger Nektarspender nicht nur für Bienen, sondern auch für Schmetterlinge. Die Raupen des Nachtpfauenauges nutzen den Blutweiderich als Futterpflanze. Auch die Menschen haben ihren Nutzen aus dieser Blume gezogen, die in fast ganz Europa anzutreffen ist: Sie ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt.

Übrigens: Der Blutweiderich hat in Mittel- und Südeuropa einen - allerdings viel kleineren - Doppelgänger: den seltenen und deshalb als stark gefährdet eingestuften Ysop-Weiderich.