Was blüht denn da?
Klatschmohn: Farbkleckse im Feld
Allein aufgrund ihrer intensiv roten Farbe zählt sie zu den schönsten Sommerblumen unserer Breitengrade: die Mohnblume.
Allein aufgrund ihrer intensiv roten Farbe zählt sie zu den schönsten Sommerblumen unserer Breitengrade: die Mohnblume. Meistens ist sie in Gesellschaft von Kornblumen und Margeriten am Rand von Getreidefeldern zu finden. Dieses Dreigestirn gilt als ein deutlicher Indikator dafür, dass das Feld in der Vergangenheit nicht mit Herbiziden (Mittel zur Unkrautvernichtung) gespritzt und auch wenig oder überhaupt nicht gedüngt worden ist. Bevor man begann, die sogenannten Unkräuter mit chemischen Mitteln zu bekämpfen, war der Klatschmohn in so gut wie allen Getreidefeldern zu finden. Wenn wir in unseren Breitengraden von Mohnblumen sprechen, ist konkret der Klatschmohn gemeint. Bei dem Mohn, von dem im Zusammenhang mit illegalem Mohnanbau unter anderem in Afghanistan die Rede ist, handelt es sich um den hier nicht heimischen Schlafmohn, aus dessen morphinhaltigem Milchsaft die Droge Opium gewonnen wird. Der Saft des Klatschmohns besitzt diese Eigenschaft nicht. Aus seinen Blüten soll allerdings in früheren Jahrhunderten rote Tinte gewonnen worden sein. Der französische Impressionist Claude Monet (1840-1926) hat die Pracht der knallroten Blumen in einem wunderschönen Werk eingefangen: in dem Landschaftsbild "Die Mohnblumen von Argenteuil". "Vielleicht verdanke ich es den Blumen, dass ich Maler geworden bin", soll er einmal gesagt haben.
