Sozialkaufhaus Katholischer Bildungsträger plant weitere Einrichtung in Harburg
"fairKauf" im Küchgarten
Für Menschen mit geringem Einkommen wird es in Zukunft ein weiteres Sozialkaufhaus in Harburg geben. Der katholische Bildungsträger "In Via Hamburg"...
Von Julia Heitmann
Harburg. Für Menschen mit geringem Einkommen wird es in Zukunft ein weiteres Sozialkaufhaus in Harburg geben. Der katholische Bildungsträger "In Via Hamburg" baut derzeit das ehemalige "Fitness Oriental" im Küchgarten 19, das vor Kurzem geschlossen hat, zu einem Spendenkaufhaus mit angrenzendem Beratungscafé um. Die Einrichtung soll den Namen "fairKauf" tragen und den Harburgern gleich doppelt helfen: Indem sie günstige Waren anbietet und Langzeitarbeitlosen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.
"fairKauf" wird über eine 700 Quadratmeter große Verkaufsfläche verfügen, auf der gespendete Kleidung, Möbel, Spielsachen und Hausrat angeboten werden. Einkaufen kann hier jeder, der weniger als 800 Euro Einkommen im Monat hat oder staatliche Hilfen bezieht und einen entsprechenden Nachweis mitbringt. "In Via"-Sprecherin Karin Istel erklärt: "Wir verkaufen ausschließlich gespendete Waren und arbeiten nicht gewinnorientiert. Deshalb kann bei uns nicht jeder einkaufen."
In einer Holz- und Nähwerkstatt werden Produkte, die eine Macke haben, ausgebessert. Imersten Stock des Kaufhauses soll es ein Beratungscafé geben, in dem Arbeitslose an Computern nach Stellen suchen und Bewerbungen schreiben können. Unterstützt werden sie dabei von Sozialpädagogen. "Wir möchten den Menschen dabei helfen, ihr Leben zu stabilisieren. Sie sollen mit uns ihre Probleme lösen können", so Istel. Den Verkauf, die Ausbesserung, die Logistik und den Service im Café übernehmen Langzeitarbeitlose, die sich mit dieser Arbeit für einen neuen Job qualifizieren wollen.
Die Öffnungszeiten des Sozialkaufhauses sind voraussichtlich montags bis freitags von 9.30 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr. Der Betrieb soll so schnell wie möglich aufgenommen werden, sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen sind. "Für Mittwoch, 5. Mai, planen wir einen große Eröffnungsfeier. Der Verkauf wird aber schon früher starten", sagt Karin Istel.
Dank vieler Kirchengemeinden sei das Lager schon gefüllt, trotzdem ist der "fairKauf" auf die Großzügigkeit der Harburger angewiesen: Waren können direkt am Kaufhaus abgegeben werden.
