Kaufland Jetzt spricht der Betriebsrat

Taxis und mehr Sicherheitskräfte

Nach den zahlreichen Diskussionen über die verlängerten Dezember-Öffnungszeiten im Kaufland Neugraben meldet sich jetzt Betriebsratsmitglied Michael...

Neugraben (fk). Nach den zahlreichen Diskussionen über die verlängerten Dezember-Öffnungszeiten im Kaufland Neugraben meldet sich jetzt Betriebsratsmitglied Michael Streichert zu Wort. Er stellt unter anderem klar, dass das Einkaufsangebot bis 24 Uhr - die HAN berichteten - von den Kunden nicht ausreichend akzeptiert wurde: "Wir sind in Abstimmung mit der Geschäftsführung übereingekommen, dass es sich nicht gelohnt hat."

Streichert wehrt sich auch gegen die Gerüchte, dass der Betriebsrat den erweiterten Öffnungszeiten bis Mitternacht nur unter Druck der Geschäftsführung zugestimmt habe. Druck habe es von der Konkurrenz gegeben, so Streichert, und verweist auf die "Rewe- und "Penny"-Märkte, die im Dezember bis 23 Uhr geöffnet hatten. Daraufhin sei die Kaufland-Geschäftsführung in Verhandlung mit dem Betriebsrat getreten. Dieser habe dann, so Streichert weiter, erst zugestimmt, "als unter anderem sichergestellt war, dass die Mitarbeiter auch nach 24 Uhr noch sicher nach Hause kommen, die Sicherheitskräfte verstärkt wurden" und auch die feste Zusage für die für die Zuschläge der Nachtarbeit vorlag: "Vielen Mitarbeitern wurden sogar Taxi-Fahrten für den Heimweg bezahlt."

Die Resolution, in der der Kaufland-Betriebsrat die Politik dazu auffordert, wieder ein Ladenschlussgesetz einzuführen, möchte Streichert indes nicht überbewerten: "Es sollte kein Protest sein, sondern eine Gesprächsgrundlage für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Ladenöffnungszeiten." Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: "Uns ist klar, dass wir nicht über dem Gesetz stehen."