Gymnasium Winsen

Rezension: "Rock it!"- ein Jugendfilm

"Rock It!" ist ein deutscher Jugendfilm von Mike Marzuk aus dem Jahre 2010. Er dauert 99 Minuten und kostete 3,6 Millionen Euro. Er handelt von der 15-jährige Julia (Emilia Schüle), die sich entscheiden muss, ob sie als professionelle PIanistin Karriere machen oder sich ihren Traum erfüllen will.

Julias ist die Tochter eines Klavierlehrers und einer klassischen Pianistin. Ihre Eltern möchten, dass Julia das renommierte private Musikinternat „Amadeus“ besucht, und sie nimmt an einem sechswöchigen Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung teil. Im Internat arbeitet der 15-jährige Nick (Daniel Axt) als Elektriker. Dieser ist Leadsänger der Band „Rock it“. Julia hört sich eine Bandprobe an und verliebt sich in Nick. Dabei bemerkt sie, dass sie Rockmusik viel besser als Klassik findet, die sie nur ihrer Eltern wegen spielt. Bald verlässt der Keyboarder „Rock it“ und Julia erkennt ihre Chance. Ihre Freundin Francesca (Maria Ehrich) hilft Julia, sich zu verkleiden und den freien Platz mit neuem Namen Toni als Keyboarder zu bekommen, da die Band keine Amadeus-Schüler akzeptieren würde. Während einer Bandprobe schreiben Toni und Nick zusammen ein Lied, das für beide von großer Bedeutung ist. Doch die hinterhältige und karrieresüchtige Betty (Vivien Wulf) bemerkt, dass Julia, ihre Partnerin, bei den Proben nicht bei der Sache ist, und lässt deren Tarnung auffliegen. Julia muss entscheiden, ob sie als professionelle Pianistin Karriere machen oder ihren Traum erfüllen will.

"Rock it!" ist eigentlich ein Buch von Margot Antony. Die Autorin (Jahrgang 1965) studierte Sprachen und lebte mehrere Jahre in Spanien, Ägypten und Argentinien. Nach Jobs in einer Werbeagentur, als Journalistin und TV-Redakteurin lebt sie heute zusammen mit ihrem Mann als freie Autorin in Luxemburg.

Die Geschichte ist gut dargestellt. Man versteht die Hintergründe und  versteht die Gefühle der Darsteller sehr gut.  Besonders auch, weil Jugendliche die den Film sehen, manchmal selber in solchen Situationen stehen.  Die schauspielerische Leistung ist in Ordnung, aber es war auch keine schwierig zu spielende Rolle.  Zur Kameraführung ist nicht viel zu sagen, es gibt keine Besonderheiten daran.  Das ist aber auch nicht nötig, da es ja ein Jugendfilm ist und die Inhalte wichtiger sind.

Die Geschichte ist ganz in dem Stil der Jugendfilme, die gerade unter den – vor allem weiblichen – Teenagern so heiß begehrt sind. Es gibt die Blondine in Pink, die ihr Gift überall verspritzt und ständig Anglizismen  verwendet, ihr Opfer, die ausgebeutete Erpresste, die lustige Mode-Designerin, die ihre Freundin antreibt und das Liebespaar, das trotz aller Umstände zusammenfindet.

Spaß, Freundschaft, Liebe und Musik – daraus besteht die Geschichte und begeistert die Jugend.  Für diese Altersgruppe ist der Film auch gemacht, was man deutlich an der benutzten Jugendsprache sieht.

Mit dieser Grundlage erinnert die Geschichte aber einfach zu sehr an „High School Musical“ aus den USA. Ein wenig mehr eigene Kreativität wäre sehr zu wünschen gewesen. Gut ist, dass sämtliche Lieder auf Deutsch gehalten wurden.  Sie sind auch so ziemlich das Beste an dem Film.