Erfahrungsberichte

Mobbing an Schulen

Mobbing ist an Schulen weit verbreitet und kann schlimme Folgen haben. Vertrauenslehrer stehen betroffenen Schülern zur Seite und helfen ihnen beim Kampf gegen das Mobbing.

Es gibt viele Fälle, bei denen sich das Mobbing erst später entwickelt. Einige Opfer haben am Anfang viele Freunde, doch durch nur ein Ereignis ändert sich das schlagartig. Oft werden Mitschüler wegen ihres Verhaltens gehänselt. Aber sie können in der Regel nichts dafür und versuchen alles, um sich zu ändern. Doch viele Täter sagen, dass die Opfer selber Schuld hätten, durch ihr Benehmen und durch ihre Weigerung, sich mit irgendwem anzufreunden. So berichtet Lara S.*: „Von dem Tag an, wo er mit Stühlen um sich geworfen hat, machen wir ihn alle fertig, aber wir können doch nichts dafür. Er will sich ja auch nichts sagen lassen und flippt bei jeder Kleinigkeit aus.“

Um an Schulen den Kindern zu helfen, gibt es Vertrauenslehrer. Ihnen können die Schüler ihre Probleme und Sorgen erzählen, um sie anschließend mit den Pädagogen gemeinsam zu lösen. Doch viele Schüler haben Angst, diese Hilfe anzunehmen, da der Betroffene befürchtet, er würde dadurch noch mehr gemobbt werden. Eine Vertrauenslehrerin des Gymnasiums am Kattenberge berichtet, dass immer weniger Schüler sich Hilfe suchen und es eher die 5. und 6. Klassen sind, die sich an die Lehrer wenden. „In den oberen Klassen kommt es leider auch noch zu Mobbing, aber dort kommen immer weniger Schüler zu uns.“. Sie erklärte außerdem noch, dass in den meisten Fällen Mitschüler sich an die Lehrer wenden und sagen, dass es jemandem nicht gut gehe.

Auch Lehrerinnen und Lehrer haben verschiedene Meinungen über das Thema Mobbing. Die meisten sagten, man kriege es schon im Unterricht mit durch Bemerkungen andere Schüler, oder beim Bilden von Arbeitsgruppen, in der Form, dass ein Schüler nicht mit einem anderen zusammen arbeiten möchte. Ein Lehrer des Gymnasiums in Buchholz merkte an, dass es schwierig sei festzustellen, von wem das Mobbing ausgehe.

Die Folgen von Mobbing können unterschiedlich sein. Es fängt meistens damit an, dass sich die Noten und Leistungen der Betroffenen verschlechtern. In den schlimmsten Fällen kann es sogar zu Krankheiten kommen. Zum Beispiel können Betroffene Bauchschmerzen bekommen, wofür der Arzt keinen Grund findet. Die ersten Schritte, die Lehrer oder andere Hilfspersonen unternehmen können, sind Einzelgespräche und ein Gespräch mit der gesamten Klasse über das Problem. So sollen die Versetzung in eine andere Klasse oder gar ein Schulwechsel verhindert werden. Doch damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte jeder jeden so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte.

*Name geändert