Helms-Museum
Kommentar: Nicht locker lassen!
Die Frage ist nicht neu, muss aber endlich einmal beantwortet werden: Wie geht Hamburg eigentlich mit seinen Museumsdirektoren um? Es war kein hanseatischer Stil, die Leiter der vier miteinander in einer Stiftung zwangsverbundenen Museen aus dem Stiftungsvorstand zu feuern.
Das wirft auch im Nachhinein kein gutes Licht auf die Arbeit von Karin von Welck, denn dadurch wurden die Museumschefs zu Abteilungsleitern degradiert. Auch wenn der letzte Schritt noch nicht vollzogen werden konnte, so sind die Weichen von der bereits demissionierten Senatorin doch noch gestellt worden.
Harburg trifft diese Demütigung ganz besonders. Rainer-Maria Weiss war von der Spree an die Elbe geholt worden, um das zur Bedeutungslosigkeit versunkene Helms-Museum wieder aufzupäppeln. Das ist ihm, auch finanziell, gut gelungen. Als Dankeschön wurde er - um das Bayerische seiner Herkunft zu benutzen - abgewatscht. Auch das war bisher kein hanseatischer Brauch.
Weiss wird seine Pläne realisieren. Aber es wäre äußerst peinlich, wenn er Hamburg verließe, bevor er mit seiner eigentlichen Arbeit begänne.
Zum Glück sind die Harburger Politiker bereits aktiv geworden. An ihnen wird es liegen, die besondere Stellung des Harburger Museums immer und immer wieder herauszustellen - und nicht locker zu lassen.
