Kulturpreis

Auszeichnung für Kunstverein Buchholz

Eine besondere Auszeichnung für eine besondere Institution: Der Kunstverein Buchholz, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, wird mit dem alle drei Jahre verliehenen Kulturpreis der Stadt Buchholz - dotiert mit 2500 Euro - gewürdigt. Die Preisverleihung findet heute ab 19 Uhr in der Buchholzer Waldschule statt. Die Laudatio hält die Landtagsabgeordnete und Buchholzer Ratsfrau Silva Seeler.
Christoph Selke

Christoph Selke ist Vorsitzender des Kunstvereins Buchholz, der dieses Jahr den Kulturpreis der Stadt Buchholz bekommt.

Buchholz. "Das Motto des Kunstvereins - ,die meiste Kunst sagt den meisten Leuten nichts’ - ist anfangs als eine gewisse Arroganz missverstanden worden - aber wir wollten beweisen, dass das Gegenteil der Fall ist. Wir wissen meist selbst nicht, was uns erwartet, wenn wir Künstler für Ausstellungen einladen", sagt Christoph Selke, Gründungsmitglied und seit 2004 Vorsitzender des Kunstvereins.

Die Aktivitäten des Vereins umfassen außer sechs Ausstellungen auch Vorträge und seit einiger Zeit Exkursionen zu Ausstellungen in größeren Städten. "Das hat einen sprunghaften Mitgliederanstieg bewirkt, inzwischen hat sich die Zahl bei rund 125 eingependelt", sagt Selke. Und viele davon verstehen unter Kunstförderung nicht nur die Zahlung des Mitgliedbeitrags, sondern auch Vor- und Nachbereitung der Ausstellungen sowie die Aufsichten.

Der Kunstverein Buchholz unterstützt Nachwuchskünstler, indem er ihnen die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren. "Künstler müssen ausstellen, ausstellen, ausstellen", betont Selke, der auch beruflich Künstler als Agent betreut. Entsprechend viele Bewerbungen gehen beim Kunstverein ein.

Das Engagement des Vereins wird belohnt: Rund 2000 Besucher jährlich, davon gut die Hälfte von außerhalb, besichtigen die Ausstellungen. Die Räume im städtischen Gebäude Kirchenstraße 6 - zwischen Bücherei, Touristeninformation und "Caspari" gelegen - seien für Ausstellungen ideal, "wie ein Schuhkarton, mit dem man alles machen kann", sagt Selke. Auch die für einen kleinen Verein großzügigen Öffnungszeiten - dienstags bis freitags 16 bis 18 Uhr, am Wochenende von 11 bis 17 Uhr - machen es dem Kunstinteressierten leicht, einmal hereinzuschauen. Das hat auch der Lüneburgische Landschaftsverband erkannt, der dem Verein Jahr für Jahr Zuschüsse ohne Abschläge gewährt. Die Raumkosten übernimmt die Stadt.

Und die Zukunft? Ein bisschen möchte man sich an Harburgs Vorbild orientieren: Einen "Artist in residence", nach Vorbild des Vereins "Künstler zu Gast in Harburg" kann sich Christoph Selke ebenso vorstellen wie einen Buchholzer Kulturtag.

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Aktivitäten

Die aktuelle Ausstellung "schein oder nicht schein" von Michael Dörner ist bis zum 18. Dezember zu sehen.  Morgen gibt es einen Workshop zum Thema "Das Prinzip Ordnung - Collage und Objet trouvé". Am Sonntag, 27. November, 11 Uhr, hält Sven Nommensen, einen Vortrag über die Epoche des Barock. Die nächste Exkursion führt am Sonnabend, 10. Dezember, in die Kunsthalle Bremen zur Ausstellung "Edvard Munch - Rätsel hinter der Leinwand". Abfahrt ist um 13 Uhr am ZOB Buchholz, die Teilnahme kostet für Mitglieder 40, für Nichtmitglieder 45 Euro. Anmeldung unter 0 41 81/3 80 06 86.