Vereinsfusionen
Das meinen die Sportbünde
Zum Thema Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen haben die HAN die Meinung des Kreissportbunds Harburg-Land sowie des Hamburger Sportbunds eingeholt.
Almut Eutin, Vorsitzende des Kreissportbundes Harburg-Land:
"Wir halten uns aus der Diskussion über Fusionen zunächst mal raus: Das muss von der Basis kommen. Es existieren aber viele Gründe, warum bestimmte Vereine keine andere Möglichkeit haben, als sich mit anderen zusammenzuschließen: Zum Beispiel gibt es immer weniger ehrenamtliches Engagement, die Hallenzeiten sind begrenzt und die Angebote im Rahmen der Ganztagsschulen stellen eine gewisse Konkurrenz dar. Eine erfolgreiche Fusion läuft so ab, dass alles zum Guten für die Mitglieder ist."
Ralph Lehnert, Geschäftsführer des Hamburger Sportbundes:
"Eine Fusion von Sportvereinen muss immer im Einzelfall analysiert und bewertet werden. Es ist möglich, dass zwei benachbarte Vereine sich in ihrem Sportangebot ergänzen und ein Zusammenschluss Synergien realisiert. Andererseits werden zwei finanziell angeschlagene Vereine allein durch eine Fusion nicht plötzlich reich. Dabei sind nicht nur Zahlen wichtig: Auch andere Faktoren, wie die Vereinstraditionen oder das Verständnis der handelnden Personen, haben entscheidende Bedeutung."
