Personal Training
Training? Raible hilft!
"Fürs Fußballspielen hatte ich nicht so die Beine", sagt Armin Raible. Was man kaum glauben kann angesichts der strammen Waden des Senioren-Weltmeisters im Radrennfahren. Denn auch mit47-Jahren sitzt der Jesteburger jeden Tag im Sattel. Raible verdient sein Geld mit "Personal Cycling Training".
Jesteburg. Einzelsportler oder auch Gruppen engagieren den Fachmann, um von seinen Erfahrungen zu profitieren. Und über die verfügt der Weltmeister und DM-Sieger reichlich. Zurzeit befindet er sich gerade in Österreich, um ein Weltcup-Rennen zu bestreiten und am kommenden Sonnabend seinen Titel bei der Weltmeisterschaft in St. Johann in einem Straßenrennen über 125 Kilometer möglichst zu verteidigen. "Ich bin ganz zuversichtlich", sagt der Jesteburger den HAN: "Ich habe gut trainiert und fühle mich fit."
Der in Rio de Janeiro geborene Raible ist erst mit 18 Jahren zum Radsport gekommen. Nach der Rückkehr seiner Familie aus Brasilien wuchs der junge Armin in Wennerstorf auf und probierte zunächst mit Begeisterung alle möglichen anderen Sportarten aus. Auch Fußball eben. Doch das war’s noch nicht. Bis der Radsport kam: "Da war ich total infiziert", erinnert sich Raible. Er schloss sich einer Buchholzer Radsport-Gruppe an.
Der Fahrrad-Virus kroch durch seine Blutbahnen, ergriff Kopf und Körper und beeinflusste selbst den beruflichen Werdegang von Raible. Er nahm eine Tätigkeit bei der Firma "Radsport Von Hacht" auf und fuhr auch für das ambitionierte Team von Werner von Hacht. Die sportlichen Erfolge kamen schnell: Zur Blütezeit der Mountainbike-Bewegung fuhr Raible zwei Jahre profimäßig unter anderem im Weltcup. "Irgendwann musste ich mich dann mal wieder mehr auf die berufliche Laufbahn konzentrieren", erinnert sich Raible. Und blieb doch auch beim Erklimmen der Karriereleiter dem Radsport treu: Bei der Fahrrad- und Fitnesshandelskette B.O.C. wurde er Zentraleinkäufer für Deutschland.
Vor drei Jahren hat Raible dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und lebt nun ausschließlich vom Radsport: als Trainer sowie als Vertreiber von Radsport-Bekleidung übers Internet (Lexxi-Sport). "Das Reizvolle an der Selbstständigkeit ist ja, dass ich Hobby und Beruf optimal verbinden kann", findet der Radsport-Freak. Sein Credo lautet: "Ich möchte, dass meine Kunden die Leichtigkeit auf dem Rad erfahren. So können sie die Faszination des Radsports erleben"
Leichtigkeit? Das Gestrampel kann doch gerade bergauf alles andere als bequem und angenehm sein. "Wenn ich etwas gut kann und mein Rad im Griff habe, kommt die Leichtigkeit. Ich brauche dann keine Angst etwa vor Abfahrten zu haben, sondern kann sie vollends genießen", erklärt Raible.
Zunächst steckt er mit seinen Kunden deren individuelle Wünsche ab: "Wichtig ist auch, welche Voraussetzungen gegeben sind. Das Training wird ganz individuell auf den Beruf, die sportlichen Ambitionen oder das Vorhaben abgestimmt." Übrigens: Wer ein Einzeltraining bei dem Spitzenfahrer bucht, hat dennoch die Möglichkeit, in der Gruppe zu fahren und auf diese Weise etwa das Fahren im Peloton zu erlernen. Raible nimmt seine Kunden dann einfach mit zu den Radsport-Gruppen der RSG Nordheide, die er ebenfalls trainiert.
Wer Armin Raible erreichen möchte, kann dies unter den Rufnummern 041 81/2 35 95 09 oder 01 72/4 54 64 59. Seine Internet-Präsens wird gerade überarbeitet.
