HSV Handball

Frisch Auf als erster Gradmesser

Maximilian Huber hat einen Wunsch: "Hoffentlich sehen wir uns am Ende der Saison auf dem Balkon des Rathauses", sagte der Managing Direktor des Diamant-Partners Sharp anlässlich der Saison-Pressekonferenz der HSV-Handballer.
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Endlich wieder fit: Bertrand Gille.

Trainer Martin Schwalb nahm den verbal gespielten Ball umgehend auf. Da man in der vergangenen Saison mit nur sieben Minuspunkten Vizemeister geworden sei, habe man große Ziele. "Egal, ob Champions League, Deutsche Meisterschaft oder DHB-Pokal: Der Weg zu den Titeln darf nur über uns führen", sagte "Schwalbe", der die Hamburger in der abgelaufenen Serie zudem zum DHB-Pokal und in das Viertelfinale der europäischen Königsklasse geführt hatte.

Heute geht es bei Frisch Auf Göppingen um die ersten Punkte der neunten HSV-Bundesligasaison. "Das ist schon ein Gradmesser", sagt Christian Fitzek. Doch der Sportliche Leiter ist sich sicher, dass die Mannschaft beim Tabellen-Siebten der Vorsaison in der EWS-Arena (früher Hohenstaufenhalle) bestehen wird. Zum Erfolg sollen ein schnelleres Spiel und die Minimierung technischer Fehler führen.

Mit Michael Kraus (vom TBV Lemgo) musste Schwalb nur einen Neuzugang integrieren. "Der ,Mimi’ hat wirklich Respekt verdient. Er ist ein Vollprofi, ein richtig guter Junge. In den 13 Jahren meiner Trainertätigkeit ist er der Spieler, der sich am geräuschlosesten in eine neue Mannschaft eingefügt hat." Auch bei den Teamkollegen genießt der 26-Jährige höchsten Respekt: "Vom Charakter passt er super zu uns. Und das spielerische steht sowieso außer Frage", sagt Co-Kapitän Pascal Hens. Mit einem Schmunzeln fügte "Pommes" dann aber hinzu: "Auch wenn er beim Team-Grillen gefehlt hat . . ."

Allerdings hat das Verletzungspech bei den Hanseaten schon wieder zugeschlagen. Nachdem sich Rechtsaußen Stefan Schröder schon vor längerer Zeit das Kreuzband gerissen hatte, musste sich Krzysztof Lijewski einer Operation an der linken Schulter unterziehen. Damit stehen Schwalb mit Marcin Lijewski und Hans Lindberg nur noch zwei Linkshänder zur Verfügung. Im rechten Rückraum können Blazenko Lackovic, Domagoj Duvnjak und Michael Kraus einspringen. Matthias Flohr wäre auf Rechtsaußen eine Ersatzmöglichkeit für Lindberg, den amtierenden Torschützenkönig der Bundesliga.

"Das würde schon gehen, wäre aber etwas holperig", so Schwalb. Christian Fitzek mochte deshalb auch kurzfristige Neuverpflichtungen nicht ausschließen. "Wir werden die Sache beobachten und uns dann zusammensetzen, um zu besprechen was wir machen können."

8,5 Millionen Euro beträgt der Saisonetat der Hamburger. Finanziell können in der Liga nur Titelverteidiger THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen aus Mannheim mithalten. Dennoch hofft Schwalb, dass "vier Mannschaften mit absehbaren Punktabständen" um die Meisterschaft kämpfen. "Das ist auch im Interesse der Bundesliga."

Von Maximilian Huber erhielt Schwalb einen Fernseher mit mehr als acht Millionen Bildpunkten. "Für eine noch schärfere Analyse der Spiele", sagte der Sharp-Mann. Schwalb: "So viele Zähler werden wir nicht holen. Aber wir bemühen uns." Wenn am Ende die Deutsche Meisterschaft dabei herausspringt, umso besser.