Handball

Erst mal heimisch werden

Was auf sie zukommt, das wissen die Handballerinnen der SGH Rosengarten-Buchholz und ihr Trainer Martin Hug noch nicht. Heimauftakt als Neuling in der 1. Bundesliga, in einer Sporthalle, die noch nicht so recht zur Heimat geworden ist. In einem Ort, an dem man erst noch ankommen muss.
Julia Harms

Julia Harms (SGH Rosengarten) gegen Anne Ulbricht (HC Leipzig).

Harburg/Buchholz. Nach der 20:36-Niederlage zum Auftakt beim Deutschen Meister HC Leipzig steht morgen (19 Uhr) in der Nordheidehalle in Buchholz die Premiere vor eigenem Publikum gegen Blomberg-Lippe an. Die deutliche Niederlage gegen den mit Nationalspielerinnen gespickten Leipziger Klub war absehbar, einkalkuliert und ist verarbeitet. Aber was bedeutet nach dem Wechsel aus Nenndorf für die "Luchse" nun Zuhause? Wie viele Zuschauer werden ihnen an den Buchholzer Holzweg folgen und wie viele neue Fans kommen hinzu? "Wie werden wir angenommen und wie reagiert unser Umfeld?", beschreibt Martin Hug die Fragen, die das Team vor dem Heimauftakt beschäftigen.

So ganz angekommen sind die SGH-Frauen in Buchholz noch nicht. "Die Halle ist nett, aber wir fühlen uns noch nicht wirklich zu Hause", sagt Hug. Wie auch? Es braucht Zeit, sich an neue Ausmaße, andere Aufteilungen und Deckenhöhen zu gewöhnen. "Es fehlt noch ein wenig die Orientierung", beschreibt Hug die Eingewöhnungsschwierigkeiten: "Wir kennen natürlich noch nicht jeden Zentimeter."

Helfen könnte den Hug-Frauen die Unterstützung der alten und - hoffentlich zahlreichen - neuen Fans. Eine Kulisse wie in Leipzig, wo 2100 Zuschauer ihr Team anfeuern, wird sich in Buchholz nie realisieren lassen. Aber 500 Zuschauer im Schnitt strebt SGH-Managerin Ilona Heinzelmann schon an. In Nenndorf waren stets um die 300 Fans in die Rosengarten-Halle gepilgert. Zu Zweitliga-Zeiten, in denen die "Luchse" kaum einmal eine Niederlage kassierten.

Das wird sich im Handball-Oberhaus ändern. Auch gegen Blomberg-Lippe ist die Hug-Truppe krasser Außenseiter. Blomberg war in der vergangenen Saison erst im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und auch im Pokal erst in der Runde der letzten Vier gescheitert und hat sich noch einmal umfangreich verstärkt. Während die SGH-Frauen Handball neben einem Vollzeitjob betreiben, kommen die Blombergerinnen mit aktuellen Nationalspielerinnen. "Wir setzen uns wieder kleine Ziele", sagt Hug: "Vor allem wollen wir diesmal unsere Anfälligkeit gegen Tempogegenstöße reduzieren."

Liga-Konkurrent Buxtehuder SV muss beim Deutschen Vizemeister und Pokalsieger Bayer Leverkusen antreten, der über eine homogene und eingespielte Truppe verfügt.

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Der Gegner

HSG Blomberg-Lippe hat am ersten Spieltag eine 25:31-Niederlage gegen Sindelfingen eingefahren, was aber nicht überbewertet werden darf. Auch Sindelfingen hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison, wo gegen den Abstieg gespielt wurde, umfangreich verstärkt. Blomberg-Lippe ebenso: Mit Nadine Krause steht die Welthandballerin des Jahres 2006 im Team. Und auch Sabrina Neukamp gehört zum aktuellen Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Blomberg scheint allerdings noch nicht komplett eingespielt zu sein.