Nia
Eine bewegende Leidenschaft
"Es ist meine Leidenschaft", sagt Andrea Grigoleit. Im Januar 2003 probierte sie Nia, die Kombination aus Selbstverteidigungs- und Tanzsportelementen, zum ersten Mal aus. Inzwischen hat sie den höchsten Ausbildungsstandard für Nia erreicht - und möchte ihre Passion an viele Menschen weitergeben.
Buchholz/Vahrendorf. Seit dem Jahre 2004 unterrichtet die 52-Jährige in Buchholz klassisches Nia, seit drei Jahren in den Räumlichkeiten von Blau-Weiss. Ihre Teilnehmerzahlen steigen kontinuierlich - das liegt auch daran, dass Nia keineswegs altersgebunden ist: "In meinen Stunden sind 20- bis 70-Jährige dabei. Jeder, der es schafft, zu Fuß in meinen Unterricht zu kommen, kann auch mitmachen", sagt Grigoleit, die mit ihrem Mann zusammen eine Personalberatungs-Firma in Vahrendorf leitet.
Was ist Nia genau? "Eine kraftvolle und spannende Mischung aus Kampfsport, Tanz, Yoga und Körpertherapien, ohne festes Bewegungsschema, zu gleichen Teilen Fitness als auch Wellness. Und bei mir in jeder Stunde anders", berichtet Andrea Grigoleit. Körperwahrnehmung, Energiefluss, Stressabbau - das alles beinhalten die Nia-Übungsstunden. Die Kursusbesucher müssen sich auf Überraschungen gefasst machen: Hat die Leiterin an einem Übungstag beispielsweise Schulterschmerzen, animiert sie die Gruppe verstärkt zu Bewegungen mit diesem Gelenk. Favorisiert sie bestimmte Musik, ist dies das Leitmotiv der Übungen. Gar nicht will die Vahrendorferin "Vorturnerin" sein: "Ich bin der rote Faden. Jeder macht so weit mit, wie er meint. Es ist immer anders." Dabei ist jede Stunde choreographiert und verläuft nach festgelegten sieben Zyklen: vom Fokus setzen über die aktive Phase "Get Movin’" bis hin zum finalen "Get Out". Der Inhalt ist variabel.
Die eigenen ersten Berührungspunkte Anfang 2003 waren für die aus einer Tanzfamilie stammende Grigoleit "supertoll. Ich habe nur gedacht: Gib mir mehr davon. Es war Liebe auf den ersten Schritt." Sie bekam bald ihren ersten Gürtel, den "Whitebelt", der sie für Unterrichtszwecke berechtigte. Zu vergleichen sind die verschieden farbigen "Belts" mit den Meistergürteln "Dans" im Judo. Jeder "Belt" stellt ein Thema dar.
Im August dieses Jahres holte Andrea Grigoleit schließlich in den USA die höchste Auszeichnung, den "Blackbelt", den Meistertitel für alle Nia-Anhänger.
Die Kontaktaufnahme mit der Frau aus Rosengarten lohnt sich in jedem Fall. Denn so gut Hamburg in Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen mit Nia abgedeckt ist, so brach liegt der Landkreis Harburg in dieser Beziehung. Nebenher hat Grigoleit Aqua-Nia entwickelt, diesbezüglich das Alleinstellungsmerkmal in Deutschland erreicht. Sie sagt: "Durch Nia fühle ich mich mit 52 Jahren besser als mit 40."
