Kommentar

Großer Leistungssport findet nicht in Harburg statt

Es ist schon traurig: Immer wenn es in Harburg ein herausragendes sportliches Talent gibt, heißt es früher oder später Abschied nehmen. Die ganz großen Meriten ernten andere. So ist der Leistungssport.

Ob es nun die Leichtathletinnen Carolyn Nytra oder Jana Sussmann oder Judoka Martyna Traydos waren oder jetzt das Radtrio um Jannick Geisler, Julian Lehmann oder Felix Rieckmann ist: Der Weg in die große Sportwelt kann in Harburg beginnen. Aber ganz sicher findet der aktive Höhepunkt nicht in der Heimat statt.

Dies mag daran liegen, dass Harburg zwar einen familiären Nährboden für sportliche Topleistungen bietet. Es fehlen aber die großen Einrichtungen, sprich die Infrastruktur, und natürlich auch das Geld, um Talente wie Geisler oder Sussmann auch mal im Erwachsenenalter zu halten. Ein Bundesleistungszentrum für eine beliebige Sportart vermisst man gänzlich. Auch die ganz große Mannschaft ist nicht vorhanden. Vielleicht wachsen die Volleyballerinen von Aurubis in diese Rolle?

Doch das Harburger Sportpublikum muss nicht weinen. Wie im Falle der drei Radtalente nabeln sich unsere "Sportstars" nicht komplett aus der Region ab. Sie bleiben in ihrem Heimatklub, vergessen nicht, wo ihre Wurzeln liegen. Und wir Sportreporter vergessen sie auch nicht. Deshalb verfolgen wir ihre Karrieren und werden weiter über sie berichten.