Hallenhockey

Hallo Bundesliga - Hier sind wir!

Die letzten Sekunden des Spiels zählten die gut 400 Zuschauer in der Sporthalle an der Kerschensteinerstraße laut mit. Dann der Abpfiff. Mit 6:3 hatten die Hockey-Frauen der TG Heimfeld ihr Heimspiel gegen den DHC Hannover gewonnen. Der Sieg bedeutet den Aufstieg in die Bundesliga.
TG Heimfeld

Die Raupe in Richtung Bundesliga: Die Hockey-Frauen der TG Heimfeld feiern den Aufstieg.

Heimfeld. Wie von Sinnen tanzten die TGH-Frauen auf dem Feld, Stöcke und Handschuhe flogen durch die Luft. Nur einer hielt sich zurück: Trainer Alexander Otte hatte sich in einen stillen Winkel der Halle zurückgezogen. "Ich wollte den Mädels das Feld überlassen", sagte der 30 Jahre alte Sportwissenschaftler, der die Mannschaft vor einem Jahr übernommen und jetzt zu ihrem größten Erfolg geführt hat.

"Es ist der absolute Wahnsinn. Wir können es noch gar nicht glauben", jubelte die Heimfelder Mannschaftsführerin Luisa Dietrich. "Das ist das Ergebnis von harter Arbeit." Großen Anteil am Erfolg habe Trainer Otte, der "fachlich, aber auch zwischenmenschlich" sehr gute Impulse setze.

Aufgeregt war der Coach während des Spiels an der Seitenlinie auf und ab getigert. Sein besonderes Markenzeichen: eine graue Wollmütze. "Eigentlich trage ich die, weil ich im vergangenen Jahr eine Gürtelrose hatte und keinen kalten Kopf bekommen will", sagte Otte. "Aber mittlerweile ist sie auch eine Glücksmütze geworden."

Gegen Hannover war ein Sieg Pflicht, um die punktgleichen Frauen des Marienthaler THC auf Distanz zu halten. Zweimal Luisa Dietrich, Merle Aschendorf, Josefine und Lucie Düring sowie Anke Kastner trafen für Heimfeld. Damit konnte Marienthal, das vor dem abschließenden Regionalliga-Spieltag in der Tordifferenz um zwölf Treffer schlechter war, kaum noch vorbeiziehen. Das Spiel in Rissen hätte mit 16 Toren Differenz gewonnen werden müssen. Das 6:3 reichte nicht.

Jetzt haben die TGH-Frauen, die ihren Aufstieg am kommenden Freitag im Clubhaus am Waldschlößchen kräftig feiern wollen, eine Woche frei. Dann beginnt die zweite Hälfte der Regionalliga-Saison auf dem Feld. Dort steht Heimfeld derzeit ungeschlagen auf Platz 1 und will den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen. Luisa Dietrich und Co. wissen ja schon, wie es geht.